In Straelen ist eine Allee eröffnet worden.

Mit Ex-Ministerin zu Besuch : „Route der Jahresbäume“ ist eröffnet

Ex-Ministerin Barbara Hendricks kam zur Zeremonie in die Blumenstadt. Der Baum-Lehrpfad befindet sich auf dem Reitgelände im Straelener Ortsteil Auwel-Holt. Informationstafeln bieten Wissenswertes über die sechs Bäume.

Mal absteigen vom Fahrrad, es schieben, und beim Weitergehen die Texte auf den Tafeln lesen: So wünscht sich Barbara Hendricks, SPD-Bundestagsabgeordnete und ehemalige Bundesumweltministerin, das künftige Verhalten von „Fietsern“ auf der Straße „Am Reitplatz“ in Auwel. Denn nur, wer die Informationen auf den Schildern vor den Bäumen liest, nimmt die „Route der Jahresbäume“ auch als den von der SPD beabsichtigten Baumlehrpfad wahr. Zur Eröffnung dieser Allee traf sich die Politikerin aus Kleve mit Straelener Ratsmitgliedern, Vertretern von Stadtverwaltung und Nabu.

Straelens SPD-Ehrenvorsitzender Otto Weber blickte auf die schon länger andauernden Bemühungen der örtlichen Sozialdemokraten für das Schaffen von Umweltbewusstsein zurück. Er erinnerte an die Broschüre „Mehr Grün in die Stadt“, die vor etwa 25 Jahren verteilt wurde. Die seit 20 Jahren existierenden SPD-Sommertouren, meist Radfahrten in der Region, hätten immer wieder zu Verbesserungsvorschlägen an die Stadtverwaltung geführt. „Und die haben sich dann gekümmert“, lobte Weber die Zusammenarbeit mit dem Rathaus. Die gute Kooperation gilt auch für die „Route der Jahresbäume“. Hier habe Umweltbeauftragter Thomas Linßen mit Rat und Tat zur Seite gestanden.

Die Allee folgt einigen Pflanzungen, die ab 2010 an der Wankumer Straße vorgenommen wurden, und soll laut Weber nicht zuletzt das Kriterium der Nachhaltigkeit erfüllen. Da die Bäume auf städtischem Boden stehen, seien sie das Eigentum der Stadt. Die ersten vier Bäume wurden 2015 gepflanzt, mittlerweile stehen sechs da: eine Stiel-Eiche (Baum des Jahres 1989), eine Buche (1990), ein Wild-Apfel (2013), eine Trauben-Eiche (2014), ein Feld-Ahorn (2015) und eine Winter-Linde (2016). Im Dezember, während des Weihnachtsmarkt-Wochenendes, folgt Baum Nummer sieben – eine Esskastanie, Baum des Jahres 2018.

Wild-Apfel in der Allee der Jahresbäume. Foto: Evers, Gottfried (eve)

„Die Wahl zum Baum des Jahres macht ja oft auch auf die Gefährdung der Art aufmerksam“, erklärte Barbara Hendricks, die der Initiative der Straelener Genossen großes Lob zollte: „Eine richtig gute Idee.“ Man müsse den Menschen nahe bringen, was wichtig und erhaltenswert ist. Die Aspekte der Umweltbildung seien vor Ort, in der Natur, natürlich einfacher zu vermitteln als in der Großstadt. Nach der offiziellen Eröffnung schritten die Teilnehmer der Zeremonie die „Route der Jahresbäume“ ab. Sie wird im wesentlichen durch Spenden der SPD-Mitglieder finanziert. Weitere Spender seien natürlich erwünscht, meinte Weber, der entsprechende Angebote gerne entgegen nimmt. Außerdem sei das Anlegen einer solchen Baumroute auch in anderen Straelener Stadtteilen denkbar.

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