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Schützenfest nach Umsiedlung​: Keyenberger feiern erstmals im neuen Dorf​

Schützenfest nach Umsiedlung in Erkelenz : Keyenberger feiern erstmals im neuen Dorf

Das letzte Schützenfest im Altort 2019 war hochemotional. Jetzt marschieren die Schützen erstmals nach der Umsiedlung. Vom Nachwuchs gibt es gute Nachrichten.

Ein wenig ungewohnt wird es sich für die Keyenberger Schützen am kommenden Wochenende mit Sicherheit anfühlen. Denn nicht nur steht dann das erste Schützenfest seit zwei Jahren an. Es ist gleichzeitig auch das erste Mal, dass nicht im ursprünglichen Keyenberg, sondern am Umsiedlungsstandort im Erkelenzer Norden gefeiert wird – ein Meilenstein in der Umsiedlungsgeschichte des nach wie vor vom Braunkohletagebau Garzweiler bedrohten Ortes, der bei vielen Schützen für gemischte Gefühle sorgen wird. Die meisten Menschen sind bereits umgesiedelt, dementsprechend wird es nun Zeit, am neuen Standort die Premiere zu feiern.

Und so öffnet das Festzelt am Sonntag am Keyenberger Markt (neu). Los geht es im Ort ab 15.30 Uhr mit dem Errichten der Maien, ab 20 Uhr beginnt der Tanzabend mit der Band Hands up. Am Sonntag beginnt die Festmesse um 8.30 Uhr, anschließend geht es nach Gefallenenehrung, Zapfenstreich und Kirchenparade zum Frühschoppen, bevor um 15.30 Uhr der große Festzug beginnt. Um 20 Uhr geht es zum Königsball. Am Montag gibt es um 15 Uhr Kaffee und Kuchen, um 16.30 Uhr geht der Festzug, abends findet der Klompenball statt. Der Eintritt im Zelt ist an allen Tagen kostenlos.

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Königin ist in diesem Jahr Gudrun Hünermann, die mit ihren Ministerinnen einlädt.

Die Schützen hatten durch die Umsiedlung stark gelitten, insbesondere der Nachwuchs drohte wegzubrechen. Von einst 70 Mitgliedern war gerade mal ein Dutzend übrig geblieben, als es für viele Menschen in den neuen Ort ging. Aktuell sei man wieder auf dem Weg, 40 Mitglieder anzupeilen, hatte Brudermeister Alexander Tetzlaff zuletzt gesagt. Mittlerweile habe man es sogar geschafft, innerhalb der Jungschützenabteilung vier neue Züge zu bilden. Tetzlaff hatte gesagt, ihm falle angesichts der zahlreichen Jungschützen ein Stein vom Herzen, „weil von unten neue Gruppen nachwachsen, nachdem aus Altersgründen eine Gruppe aus dem aktiven Mitwirken ausscheidet“.

(RP)