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Fußball: Unter den Augen des Neuen

Fußball : Unter den Augen des Neuen

Die erste gute Nachricht hatte Hamborn 07 schon vor dem Spiel gegen den TuS Bösinghoven zu verkünden. Thomas Geist wird neuer Trainer der "Löwen", die gestern einen wichtigen 3:1-Sieg einfuhren.

Wenn gestern nicht schon alles in trockenen Tüchern gewesen wäre, hätten die Niederrheinliga-Fußballer von Hamborn 07 ihrem künftigen Trainer die Entscheidung deutlich erleichtert. Thomas Geist trainiert die "Löwen" in der nächsten Saison. Der jetzige A-Jugend-Trainer des SV Straelen wohnte dem Heimspiel gegen den TuS Bösinghoven bei und sah eine gute Leistung seiner künftigen Schützlinge, die einen enorm wichtigen 3:1 (1:1)-Sieg einfuhren.

"Ich hoffe, dass die Mannschaft den Klassenerhalt packt", erklärte Geist, der sich seiner neuen Elf noch nicht vorgestellt hat. "Es gibt jetzt wichtigeres für die Mannschaft, als den neuen Trainer kennenzulernen."

Am Sonntag schwang erstmalig Interimstrainer Ali Güzel das Zepter im Hamborner Holtkamp. Und der Coach der Reserve-Mannschaft machte einen guten Job. Von Beginn an zeigten sich die Hamborner gewillt, die negativen Schlagzeilen der vergangenen Wochen sportlich wettzumachen. Auch wenn der gestrige Tag insgesamt ein großer Schritt nach vorne war, machten die Löwen erstmal einen Schritt nach hinten.

Eine Viertelstunde war gespielt, als die Hamborner Defensive Bösinghovens Dauser gewähren ließ, der den Ball zur Gäste-Führung ins lange Eck schlenzte. Im Anschluss brauchten die Hausherren etwas Zeit, um den Rückschlag wegzustecken. Doch vor allem Asim Kus rüttelte seine Mannschaft wach und präsentierte sich bei seinem ersten Einsatz in der Startelf als große Verstärkung. Dennoch war es sein Sturmpartner Daniel Brosowski, der in der 35. Minute Gästekeeper Oliver Haßler umkurvte und zum 1:1-Halbzeitstand einschoss.

Nach der Pause "fluppte es bei den Löwen", wie der Ruhrgebietler zu sagen pflegt. Einen Freistoß von Rafael Synowiec verlängerte Kus per Kopf auf Brosowski, der gekonnt vollendete. Nur fünf Minuten später sorgte ein Gewaltschuss von Richard Zander für die Entscheidung. Der Hamborner Abwehrrecke drosch einen Freistoß aus rund 30 Metern flach ins Tor.

"Meine Mannschaft hat das sehr gut gemacht. Wir waren kämpferisch überlegen", freute sich Ali Güzel, der nach dem Spiel zahlreiche "Schulterklopfer" bekam. "Nicht ich habe das Spiel gewonnen, sondern die Mannschaft. Ich habe nur dafür gesorgt, dass die Spieler die Köpfe wieder frei bekommen haben", gab sich der Trainer bescheiden. Bis zum anvisierten 13. Tabellenplatz sind es dank des gestrigen Heimsieges nun nur noch zwei Punkte.

(RP)