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Leichtathletik: Traumwetter beim 100. Wettkampf

Leichtathletik : Traumwetter beim 100. Wettkampf

Die 27. Nike Winterlaufserie hatte am Samstag traumhafte Temperaturen zu bieten. Europameister Jan Fitschen trumpfte über zehn Kilometer mit einer starken Zeit auf, während in der großen Serie der Duisburger Karsten Kruck nur zwölf Sekunden hinter Sieger Manuel Meyer ins Ziel kam.

Manchmal ist das schon heftig, was der Körper eines Langstreckenläufers aushalten muss. Herrschten beim ersten Lauf Ende Januar noch knappe Minusgrade, so gab es am Samstag beim dritten Lauf der 27. Nike Winterlaufserie bei strahlend blauem Himmel Temperaturen von über 20 Grad. Für die Aktiven war der plötzliche Temperaturen teilweise nur schwer zu verkraften. Doch die anfallenden Kreislaufprobleme wurden recht schnell in den Griff bekommen. Alles in allem sah man aber deutlich mehr strahlende Gesichter, sowohl bei den Läufern, als auch bei den Organisatoren.

Jan Fitschen will beim olympischen Marathon starten

Zum insgesamt 100. Mal in seiner Vereinsgeschichte richtete der ASV Duisburg einen Wettkampf aus und lieferte erneut eine tolle Veranstaltung aus. Wie hätte es auch anders kommen können. Zu Ehren der "Plattfüße" hielten die Läufer zu Beginn der kleinen Serie ein Plakat mit Glückwünschen hoch. Auch das runde Jubiläum hatte es wieder in sich. Gleich zu Beginn der Veranstaltung gab es das erste Highlight.

Europameister Jan Fitschen, der zum zweiten Mal zu Besuch an der Wedau war, verfehlte zwar den Streckenrekord, rannte aber so schnell um die Regattabahn, dass dem gemütlichen Spaziergang die Sprache verging. Nach 30:25 Minuten lief der Wattenscheider mit über drei Minuten Vorsprung ins Ziel ein und freute sich über die gute Stimmung im Leichtathletikstadion. Ein weiterer Schritt in Richtung seiner angestrebten Qualifikation für den olympischen Marathon im August in London.

Den Kampf in der Gesamtwertung machten Daniel Mehring vom Laufteam Sundermann und Tillmann Goltsch von der LG Oylmpia Dortmund unter sich aus. Goltsch rannte die zehn Kilometer zwar sieben Sekunden schneller als Mehring, doch der Vorsprung von vierzig Sekunden aus den beiden ersten Läufen reichten Mehring zum Gesamtsieg der Kleinen Serie.

Auch bei den Frauen ging es schnell zu. Vanessa Rösler (Dortmund) lief nach 39:45 Minuten in Ziel, auch wenn sich die Gesamtsiegerin danach erst mal setzen musste. Auch bei der Top-Läuferin spielte der Kreislauf nicht mit.

Nichts Neues gab es derweil in der Großen Serie. Erneut setzte sich Manuel Meyer aus Wattenscheid vor dem Duisburger Karsten Kruck durch. Diesmal verlebte Meyer aber kein einsames Rennen wie schon so oft, weil Karsten Kruck ihn bis zu Kilometer 18 begleitete und sich nur mit 12 Sekunden Rückstand geschlagen geben musste.

Der Klassenunterschied in der Frauenwertung war dagegen im Halbmarathon umso deutlicher. Uta Lutz-Doyscher von der LG Olympia Dortmund siegte in diesem Jahr in allen drei Rennen mit deutlichem Vorsprung und distanzierte die Zweite Astrid Ganzow vom DLC Aachen mit fast neun Minuten doch ganz gehörig.

Beim ASV war man einmal mehr zufrieden mit der blendenden Ausrichtung. Das eingespielte Team um Felix Brüll leistete erneut hervorragende Arbeit und traf sich nach getaner Arbeit am Bierstand von Petra Hartjes, um in Ruhe und im eigenen Kreis die gelungene 100. Ausrichtung eines Wettkampfs zu begießen. Aber nur ein oder zwei Bierchen waren erlaubt, denn für gestern Morgen hatte man sich bereits wieder zum Radtraining verabredet.

(knue)