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Eishockey: Zweiter Sieg Richtung Aufstieg

Eishockey : Zweiter Sieg Richtung Aufstieg

Der EV Duisburg hat auch das zweite Playoff-Spiel gegen den EV Regensburg gewonnen. Das Team von Trainer Franz Fritzmeier siegte vor 3100 Zuschauern in fremder Halle mit 3:2. Am Dienstag kann der EVD alles klar machen.

Franz Fritzmeier senior, der Vater des Füchse-Trainers Franz Fritzmeier junior, engagiert sich bei den Tölzer Löwen. Am Sonntag war der Vater als "Spion" in Regensburg und zeigte sich beeindruckt: "Ihr habt ja eine richtig gute Mannschaft. Da müssen wir uns in Acht nehmen."

Gemeint war der Eishockey-Oberligist EV Duisburg, und das Team des Sohnes rechtfertigte alle guten Worte. 3:2 (2:0, 1:1, 0:1) gewannen die Füchse vor über 3100 Zuschauern auch das zweite Play-off-Spiel der Serie gegen den EV Regensburg. Nach dem 5:2 vom Freitag steht es nun 2:0 in der Spiele-Bilanz mit dem ehemaligen Eisbären.

Morgen, um 19:30 Uhr kann der EVD den Sack zubinden, die "Best of Five"-Reihe für sich entscheiden und ins Halbfinale einziehen. Die mitgereisten Füchse-Freunde waren sich einig, dass dies gelingt: "Ihr habt noch 60 Minuten", sangen sie für die Regensburger Sportfreunde. Eben jene 60 Minuten morgen. Nebenbei: Auf Tölz trifft der EVD wenn überhaupt im Finale. Man sieht, was der Vater dem Sohn alles zutraut. Franz Fritzmeier junior zeigte sich nach dem Spiel launig und sagte zu Beginn der Pressekonferenz: "Ich begrüße Euch in meiner Muttersprache: Servus miteinander."

Für gute Laune und Optimismus besteht ausreichend Grund. Der EVD hat's drauf und in Björn Linda einen Torwart von besonderer Klasse. Gestern zeigte sich die Mannschaft einmal mehr perfekt eingestellt. Ganz so überlegen wie am Freitag ging das zweite Spiel der Serie jedoch nicht über die Bühne an der Donau. Wie von EVR-Trainer Stefan Schnabl am Freitagabend angekündigt, legten die Hausherren voller Tatendurst los und zwangen den Füchse-Goalie Björn Linda zu einigen Extraschichten bei der Fanghandarbeit.

Gleich zweimal hielt Linda prächtig gegen den Ex-Weltmeister im Team des EVR, Martin Procházka. Weil hinten nichts anbrannte, legten die Stürmer bei ihren Stippvisiten vor dem Tor der Hausherren ein wenig Feuer. Dennis Palka scheiterte zunächst, dann machte es Daniel Huhn (9.), der Mann für die wichtigen Tore besser. Mit einem weiteren Konter bei einer 4:4-Situation sorgte Benjamin Hanke (16.) für die Vorentscheidung.

Regensburg kam im Mittelabschnitt noch einmal durch John Sicincski (36.) heran. Lange ließen sich die Gäste von dem Anschluss nicht beeindrucken. Clarke Breitkreuz (38.), der im ersten Drittel eine große Chance ausgelassen hatte, traf zum 3:1. Was man Regensburg lassen muss: Die Mannschaft steckte nicht auf.

Kyle Schmidt fiel beim 2:3 (45.) samt Puck ins Tor. Die Halle tobte. Vielleicht wäre es weniger stürmisch zugegangen, wenn Norman Hauner in der 50. Minute einen Hauch besser gezielt hätte. Sein Schuss knallte an den Pfosten. Zum Glück nur Blechschaden, denn mit Glück, Geschick und Björn Linda rettete der EVD den Vorsprung über die Zeit.

(kew)