Ausstellung zum 625-jährigen Jubiläum von Düsseldorf-Hamm

Düsseldorfer Stadtteil feiert Jubiläum : Eine Liebeserklärung an Kappes-Hamm

Zum 625-jährigen Bestehen des Düsseldorfer Stadtteils gibt es eine Fotoausstellung, die das dörfliche Viertel aus ungewöhnlichen Perspektiven zeigt.

Sein 625-jähriges Bestehen feiert Düsseldorfs ländlichster Stadtteil mit unterschiedlichen Feierlichkeiten, die sich über das gesamte Jahr erstrecken. So zelebrierte am Sonntag Weihbischof Dominikus Schwaderlapp in der Hammer Pfarrkirche St. Blasius ein festliches Hochamt. Nach dem Blasius-Segen zog es die Gemeinde geschlossen in das Pfarramt, wo die Fotoausstellung „Dorf in der Stadt“ typische wie ungewöhnliche Ansichten von Hamm präsentierte.

„Hier bin ich geboren, hier lebt meine Familie und wenn ich aus dem Urlaub komme, freue ich mich auch wieder, zu Hause zu sein“, sagt Heinz-Peter Hosten, der mit seinen Fotokollegen Markus Peters und Rafael Bolt die Ausstellung konzipiert hat. Dabei hat man bewusst auf Bildtitel verzichtet. „Wir wollten ein schönes Durcheinander“, erklärt Hosten.

Neben einem Herz vor der Hammer Eisenbahnbrücke gibt es Motive, die die Dorf-Idylle beschreiben. Aber da sind auch Kontraste, die das Dorf von der Stadt abheben. Da wirkt dann Grünkohl auf dem Feld in Nahaufnahme wie ein Rest Urwald vor der modernen Architektur des Medienhafens, eine einsame Sonnenblume symbolisiert den schleichenden Verlust des bäuerlichen Ortscharakters.

„Dieses Sonnenblumenbild hat es gerade bis nach Japan geschafft, wo es in einer Galerie ausgestellt wird“, sagt Rafael Bolt. Über seine Facebook-Accounts „Kappes-Hamm in Bildern“ und „Düsseldorf in Bildern“ macht der Fotokünstler seine Heimat weltweit bekannt.

Zu den häufig nachgefragten Bildern gehört auch seine Aufnahme des Tante-Emma-Ladens. Und den Schiefen Turm scheint es nicht nur in Pisa zu geben, denn eine besondere Perspektive zeigt auch den Turm von St. Blasius mit beachtlicher Neigung.

Die Ausstellung im Pfarrheim ist ein Vorgeschmack auf die Jubiläumsausstellung, die ab dem 23. Februar im Stadtmuseum zu sehen sein wird.