Lokalsport: TuS Nord fährt mit viel Trotz zum zweiten Finale

Lokalsport : TuS Nord fährt mit viel Trotz zum zweiten Finale

Nach der 1:5-Niederlage im ersten Endspiel müssen die Rollhockeyspieler nun beide Partien in Hamm-Herringen gewinnen.

Die Rollsporthalle in Unterrath war zum erste Finale um die deutsche Rollhockey-Meisterschaft in den Vereinsfarben des TuS Nord herausgeputzt worden: Grün und Weiß, wohin man auch schaute. Die Anhänger des Unterrather Klubs in der mit 300 Zuschauern ausverkauften Spielstätte an der Eckenerstraße zeigten mit grünen T-Shirts, für wen ihr Herz schlägt. Alles war darauf vorbereitet, mit einem Sieg im Modus "Best of three" den Grundstein für den ersten Düsseldorfer Meistertitel seit 21 Jahren zu legen.

Doch dann musste der TuS die bittere Erfahrung machen, dass der Endspielgegner SK Herringen an diesem Tag die bessere Mannschaft war. Mit 5:1 siegten die Westfalen, die erst vor einer Woche das Pokalfinale gewonnen hatten und nun gute Aussichten haben, den zum Gesamterfolg nötigen zweiten Sieg am Samstag (15.30 Uhr) in der Glück-Auf-Halle in Hamm zu holen. "Wir haben einfach nicht in den erfolgreichen Spielrhythmus gefunden, den wir in den letzten Wochen gezeigt haben", sagte der enttäuschte Trainer Robbie van Dooren. "Gegen die größere Erfahrung von Herringen in solchen Finalspielen sind wir nicht angekommen."

Torjäger Tarek Abdalla, sonst immer für einen oder mehrere Treffer in einer Partie gut, sagte ehrlich: "Das war heute nicht gut von uns. Es war einfach nicht unser Tag." Von ihm speziell nicht gut war sein Abspielfehler in der achten Minute, den Liam Hages zur Führung der SK nutzte. In der bis zur Halbzeit ausgeglichenen Begegnung brauchte der nach monatelanger Verletzungspause wieder aufgebotene Daniel Kutscha nach seiner ersten Einwechslung fünf Minuten, um seinem Ruf als Torjäger gerecht zu werden und auszugleichen.

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Als alles bereits mit einem Remis zur Pause rechnete, bewerteten die Schiedsrichter einen Angriff von Tobias Paczia auf Kevin Karschau als Foul und verhängten einen Strafschlag. Sein Bruder Lucas ließ Jan Kutscha im TuS-Tor mit einem harten und platzierten Schuss keine Abwehrchance. "Die Entscheidung Penalty war hart, aber nicht spielentscheidend", meinte Abdalla hinterher. Auf die Verliererstraße geriet der Gastgeber vielmehr in der ersten Phase der zweiten Hälfte, als die Herringerden Vorspung auf 4:1 ausbauten (29., 32.). Die Harmonie im Spiel der Hausherren ging dadurch noch mehr verloren.

Vielleicht wäre dennoch eine Wende möglich gewesen, wenn nicht Davy van Willigen und Andre Beckmann nur den Pfosten getroffen hätten. Oder wenn Jonas Pink und Kutscha zwei Strafschläge verwandelt hätten. So blieb nur Abdallas trotziges Versprechen: "Dann holen wir die zwei zur Meisterschaft nötigen Siege eben in Herringen."

TuS Nord: J. Kutscha, Brandt - Abdalla, Beckmann, Carrilho, D. Kutscha (1) , A. Paczia, T. Paczia, Pink, van Willigen.

(RP)
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