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Lokalsport: Deutschland-Achter ist gerüstet

Lokalsport : Deutschland-Achter ist gerüstet

Das Flaggschiff des deutschen Ruderverbandes, mit dem der Düsseldorfer Lukas Müller 2012 Olympiasieger geworden war, fliegt im März ins Trainingslager nach Portugal. Saison-Höhepunkt ist die WM in Bulgarien.

Die Jahresplanung beim Team Deutschland-Achter steht. 2018 wird für die Ruderer von Wettkämpfen geprägt sein. Nach den Ausscheidungen im Zweier wird die Riemen-Flotte vom Dortmunder Leistungszentrum ab Mai bei fünf Regatten an den Start gehen, bevor die Weltmeisterschaften im bulgarischen Plovdiv den Jahres-Höhepunkt bilden werden (9. bis 16. September).

"Wir sind dankbar für das Angebot und streben an, so viele Rennen im Achter mitzunehmen wie möglich", sagt Bundestrainer Uwe Bender. "Die Wettkämpfe liegen in diesem Jahr alle nah beieinander, immer mit rund drei Wochen Abstand. Das passt uns ganz gut in den Plan, so können wir auch die Trainings- und Erholungsphasen gut einteilen." Im vergangenen Jahr fuhr der Deutschland-Achter die Henley Royal Regatta und das Weltcup-Finale in Luzern innerhalb von einer Woche, der erste Weltcup wurde dafür ausgelassen.

Zurzeit trainieren die Ruderer und Steuerleute am Leistungsstützpunkt in Dortmund. Ab dem 3. März fliegt der Tross ins Trainingslager nach Lago Azul, wo unter der Sonne Portugals 17 Tage lang an der richtigen Wettkampfform gearbeitet wird. "Wir wissen nicht, wie sich das Wetter hier in Deutschland klimatisch entwickelt und fliehen deswegen in die Wärme des Südens. Wir wollen dort möglichst viele Kilometer auf dem Wasser absolvieren", sagt Bender. Richard Schmidt freut sich schon: "Das ist ein tolles Ruderrevier."

Bevor die lange Wettkampfphase mit den Vergleichen gegen die internationale Konkurrenz beginnt, stehen zunächst die Ausscheidungen für die nationalen Boote an. Der Ergometertest und die DRV-Langstrecke in Leipzig geben am 7./8. April einen ersten Fingerzeig, nach den Deutsche Kleinbootmeisterschaften (20.-22. April) in Essen fällt dann die Entscheidung über die Rollsitze. Seinen ersten Auftritt wird der Deutschland-Achter in seiner 2018er-Besetzung voraussichtlich an gleicher Stelle haben, nämlich bei der 100. Hügelregatta auf dem Baldeneysee am 12. und 13. Mai.

Anschließend stehen die drei Weltcups auf dem Programm: in Belgrad (Serbien, 1.-3. Juni), in Linz-Ottensheim (Österreich, 22.-24. Juni) und beim Weltcup-Finale in Luzern (Schweiz, 13.-15. Juli). Im Anschluss geht der Deutschland-Achter als Titelverteidiger bei den Europameisterschaften im schottischen Glasgow 2.-5. August) an den Start. Die EM findet zum ersten Mal parallel mit anderen Sommersportarten wie Triathlon, Schwimmen, Turnen (alle ebenfalls in Glasgow) und Leichtathletik (in Berlin) statt - mit dem Ziel, eine insgesamt größere mediale Resonanz zu erreichen.

Richard Schmidt ist bereits bei der U23-Weltmeisterschaft 2007 in Glasgow gerudert, gewann dort im Vierer ohne Steuermann Gold und hat Schottland in guter Erinnerung. "Die Atmosphäre dort war gut. Die Strecke war etwas windanfällig, aber es herrschen faire Bedingungen", sagt der 30-Jährige. "Ich hoffe natürlich, auch in diesem Jahr dabei zu sein, aber erst einmal gilt es, sich dafür zu qualifizieren."

Das Eishockeyspiel der DEG in Mannheim war beim Druck dieser Ausgabe nicht beendet. Spielbericht unter www.rp-online.de/deg

(RP)