So war der autofreier Sonntag 2019 in Düsseldorf - Kommentar

Kommentar : Autofreier Sonntag im Liliput-Format

Der autofreie Sonntag war ein Symbol, nicht mehr, findet unser Autor.

Charmant, dieser putzige autofreie Sonntag. Es hätte auch gereicht, eine Seite der Heinrich-Heine-Allee für die Info-Meile zu blockieren, denn viel mehr war ohnehin nicht für die Autos gesperrt. Die Kö und die Kasernenstraße boten den Radlern, Skatern und Rollerfahrern noch am meisten Platz für freie Fahrt, auf der Breite Straße waren schon wieder relativ viele Autos unterwegs.

Schlimm ist dies aber keineswegs, denn hätte man etwa die Zufahrt zur Tonhalle sperren sollen, wo am Morgen ein Konzert war?

Nein, der autofreie Sonntag im Liliput-Format spiegelt das Dilemma der Verkehrswende. Düsseldorf ist eine Stadt, in der viel gearbeitet und veranstaltet wird. Dazu gehören Erreichbarkeit und ja, auch individuelle Mobilität. Dafür braucht es nachhaltige bezahlbare Lösungen der Industrie und wenn es sie gibt, entsprechende gesetzliche Vorgaben. Bis dahin sind autofreie Sonntage weiße Salbe.

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