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Krefeld plant ersten autofreien Schultag am 22. September

Europäische Mobilitätswoche : Erster autofreier Schultag in Krefeld

Kein Elterntaxi, und auch die Lehrer kommen ohne ihr Auto zum Dienst. Der 22. September soll autofrei sein. Das ist eine Premiere im Rahmen der Mobilitätswoche. So ein Tag soll künftig jährlich stattfinden.

Das hat es in Krefeld noch nie gegeben: einen ganz normalen Schultag, an dem die Schulparkplätze leer bleiben und keine Eltern ihre Kinder zum Unterricht chauffieren. Der Mittwoch, 22. September, ist in Krefeld der erste autofreie Schultag. So plant es die Stadt. Im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche (EMW), die vom 16. bis 22. September läuft, sollen möglichst wenige Elterntaxis fahren, Eltern, Lehrer und Schüler sollen zu Fuß, per Rad oder mit Bus und Bahn zur Schule kommen. 

Dabei geht es nicht nur ums Ressourcensparen und Klimaschutz wie in den 1970er Jahren bei den autofreien Sonntagen, sondern auch um Sicherheit. „Mit diesem Aktionstag soll auch ein Bewusstsein für nachhaltige Mobilität geschaffen werden. Wenn viele Elterntaxis vor der Schule halten, kann das zu gefährlichen Situationen führen. Kinder lernen richtiges Verhalten auf dem Schulweg nur dann, wenn sie nicht direkt vor der Schule abgesetzt werden“, sagt die Krefelder Mobilitätsmanagerin Martina Foltys-Banning. Sie kündigt an, dass ein solcher Aktionstag nun jährlich auch in Krefeld stattfinden solle. Alle Schulen seien informiert worden und sollten die Info an die Eltern weiterleiten.

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Die EMW ist eine Kampagne der Europäischen Kommission. Seit 2002 bietet sie Kommunen aus ganz Europa die Möglichkeit, ihren Bürgerinnen und Bürgern die komplette Bandbreite nachhaltiger Mobilität vor Ort näher zu bringen. Krefeld beteiligt sich zum dritten Mal. Gemeinsam mit Norbert Hudde, Fachbereichsleiter Stadt- und Verkehrsplanung, sowie Karin Mast vom BUND hat Martina Foltys-Banning das Programm vorgestellt: „Aktiv, sicher und gesund unterwegs“ ist diesmal das Motto. Radfahrer und Fußgänger stehen dabei im Fokus. Während der Woche werden verschiedene Wanderungen und Radtouren angeboten.  Es gibt auch einen Fußverkehrscheck in der Innenstadt, der die Strecke Haubtahnhof-Ostwall unter Passantenbedürfnissen in den Blick nimmt. Für den Check am Donnerstag, 16. September, von 18 bis 20 Uhr können sich Interessierte per E-Mail unter m.foltysbanning@krefeld.de oder unter Telefon 02151 863703 anmelden.

Einen sogenannte Parking Day  gibt es am 18. September. Die Organisatorin erklärt: „Von 10 bis 16 Uhr werden einige Stellplätze in der Innenstadt nicht für das Parken von Autos, sondern für Fahrradchecks und Lastenräder genutzt.“  Für Kinder soll es Spielmöglichkeiten geben.

„Wir setzen in diesem Jahr einen deutlichen Schwerpunkt bei den Themen Fußgänger und Radfahren“, sagt Stadtplaner Norbert Hudde. Die BUND-Kreisgruppe Krefeld will in Kooperation mit dem ADFC Krefeld-Viersen und dem Verein Fuß am Montag, 20. September, auf unterhaltsame Weise  „Fuß- und Radverkehr im Clinch“ thematisieren - kabarettistisch und musikalisch und mit anschließender Diskussion. Beginn ist um 18 Uhr  in der Samtweberei, Lewerentzstraße 104.

Eine Kinder-Expo mit vielen Aktivitäten vom Verkehrszeichen-Memory bis zum Geschicklichkeitsparcours soll  am Sonntag, 19. September, die Sicherheit der jüngsten Verkehrsteilnehmer fördern. Um  „ein Mobilitätsthema von bleibendem Wert zu schaffen“, wird am Montag, 20. September, eine  Car-Sharing-Station an der Josef-Heinrichs-Straße in Hüls eröffnet. „Es wird die 15. Station dieser Art in Krefeld sein, die gemeinsam von den Stadtwerken mobil, dem Unternehmen Stadtmobil sowie der Stadt Krefeld eröffnet wird“, teilen die Organisatoren mit.

Bei allen Aktionen gelten die  Corona-Schutzvorgaben.