Schauspielhaus Düsseldorf feiert 50-jähriges Bestehen

Kulturtipps : Schauspielhaus feiert 50 Jahre

Premieren, Gespräche, Musik und Kulissengucken: Das umfangreiche Festprogramm enthält viele Höhepunkte. Hier einige Tipps.

Premieren Mit der Premiere des Stücks „Leben des Galilei“ von Bertolt Brecht beginnt Donnerstag, 16. Januar, 19.30 Uhr, die Jubiläumssaison. Die Titelrolle spielt Burghart Klaußner. Es inszeniert Lars-Ole Walburg. Die Premiere des neuen Liederabends „I build my time“ von André Kaczmarczyk ist Samstag, 25. Januar, um 19.30 Uhr, im Großen Haus. Das Ensemble widmet sich der gesellschaftlichen und der privaten Erinnerung mit Musik, die in den vergangenen 50 Jahren wichtig war. Außerdem findet am Sonntag, 19. Januar, 19.30 Uhr, die Uraufführung der Bürgerbühneninszenierung „Blick zurück nach vorn“ im Kleinen Haus statt: Elf Düsseldorfer Bürger erforschen ihre Familie.

Podiumsdiskussionen, Vorträge und Talks Intendanten werfen am 17. Januar Blicke in die Geschichte des Schauspielhauses und besprechen, was es heißt, in Düsseldorf Theater zu machen.

Der Philosoph Peter Sloterdijk widmet sich Sonntag, 19. Januar, im Gespräch mit dem Architekten Christoph Ingenhoven dem „Theater als öffentlichem Raum der Stadtgesellschaft“.

Auf dem Podium „Düsseldorf 2070 – Reden über die Zukunft der Stadt“ am 22. Januar fragen Vertreter von Institutionen Düsseldorfs nach den Perspektiven der Stadt. Es diskutieren Moritz Döbler (Rheinische Post), Susanne Gaensheimer (Kunstsammlung NRW), Justus Haucap (Düsseldorfer Institut für Wettbewerbsökonomie), Thorsten Nolting (Diakonie) und Shaylin Shahinzad (Jugendrat).

Die Veranstaltung „Architektur und Kultur – Ein öffentliches Forum mit Vorträgen und Gesprächen“ widmet sich Samstag, 25. Januar, ab 14 Uhr, der Architektur des Düsseldorfer Schauspielhauses und anderer Kulturbauten. Zu Gast sind Staatssekretärin Anne Katrin Bohle, Till Briegleb (Süddeutsche Zeitung), Architekt Christoph Ingenhoven, Andrea Jürges (Deutsches Architekturmuseum), Claudia Schmitz und Wilfried Schulz vom Düsseldorfer Schauspielhaus und voraussichtlich Cornelia Zuschke von der Stadt Düsseldorf. Es moderiert Jürgen Tietz.

Tag der offenen Tür Von der Unterbühne bis zum Schnürboden, von den Künstlergarderoben bis auf die Beleuchtungsbrücke – am Tag der offenen Tür am Samstag, 18. Januar, zeigt das Schauspielhaus alles, was es hat. Es gibt eine Technikshow und Konzerte, Workshops zu Schauspiel und Bühnenkampf, Führungen hinter die Kulissen und Anekdoten aus den Anfängen. Ab 20 Uhr spielen Christian Friedel und seine Band Woods of Birnam im Großen Haus – mit Musik aus „Hamlet“, „1984“, „Der Sandmann“ und „Lazarus“. Unter dem Motto „Düsseldorf, mon amour“ erzählt Wolfgang Reinbacher aus seinem reichen Theaterleben, und im Unterhaus schlagen die Nebenfiguren zurück in einer Spezialausgabe der beliebten Spin-off-Reihe. Getanzt werden kann bei der anschließenden Party bis in die frühen Morgenstunden auf der Großen Bühne des Schauspielhauses.

Café Eden und Bürger-Dinner-Spezial Zum Jubiläum zieht das Café Eden von der Münsterstraße an den Gustaf-Gründgens-Platz. Es gibt einen Schauspielworkshop, ein Bürger-Dinner-Spezial unter dem Motto „Wem gehört die Stadt?“ mit OB Thomas Geisel, Barbara Kempnich von der Bahnhofsmission, Investor Uwe Schmitz sowie dem Stadtsoziologen Reinhold Knopp.

Unterhaus Am 17. Januar beschäftigen sich Minna Wündrich und Fotograf Christoph Westermeier mit den Schnittstellen zwischen darstellender und bildender Kunst. Am 23. Januar geht es um das Thema „50 Jahren Zeitgeschichte“. Am 24. Januar mischt Musiker Tobias Vethake aka Sicker Man klassische Instrumente mit elektronischen Effekten.