Düsseldorf Flughafen: Kötter will im Sommer Passagier-Chaos verhindern

Flughafen Düsseldorf: Wie die Sicherheitsfirma Kötter diesen Sommer ein Passagierchaos verhindern will

Am Düsseldorfer Flughafen soll sich das Passagier-Chaos aus dem Vorjahr in diesen Sommerferien nicht wiederholen. An den Sicherheitskontrollen sollen 180 zusätzliche Kräfte eingesetzt werden, kündigte die Firma Kötter an.

Davon seien bereits 135 Kräfte unter Vertrag, weitere Luftsicherheitsassistenten befänden sich noch in der Ausbildung. Insgesamt steige die Belegschaft auf mehr als 1000 Männer und Frauen, von denen zu Spitzenzeiten bis zu 320 gleichzeitig im Einsatz seien.

Im September 2017 war es an dem drittgrößten deutschen Flughafen wegen überlanger Wartezeiten zu Handgreiflichkeiten zwischen den Passagieren gekommen. Wegen des Personalmangels mussten auch Bundespolizisten an den Personenkontrollen teilnehmen, die sie eigentlich nur beaufsichtigen sollen. Die Firma Kötter hatte im Nachgang Fehler eingeräumt und für 2018 Besserung gelobt. Unter anderem setzt die Firma nun Kräfte von anderen Sicherheitsunternehmen ein. Für den Sommer ist zusätzlich geplant, vom belgischen Anbieter Agello zwei Teams mit zusammen zwölf Leuten auszuleihen.

Verdi ist skeptisch

„Ich bin zuversichtlich, dass wir den anstehenden Sommerferienverkehr genauso erfolgreich meistern werden wie die zurückliegenden Oster- und Pfingstferien, als wir die Passagiere zügig und sicher kontrolliert haben“, erklärte Kötter-Chef Peter Lange. Das gelte im gleichen Maße für die Passagierkontrollen am Flughafen Köln/Bonn.

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Die Gewerkschaft Verdi ist weiterhin skeptisch und stört sich daran, dass Kötter Beschäftigte aus vier Subunternehmen einsetzen will. Das widerspreche der Ausschreibung, kritisierte Verdi-Sekretär Özay Tarim in Düsseldorf. Er habe große Zweifel, dass Kötter mit seiner Mannschaft heil durch den Sommer kommt. Die Beschäftigten litten an der viel zu dünnen Personalausstattung. Ein hoher Krankenstand sei Zeichen permanenter Überlastung und auch die firmeneigene Akademie bilde nicht ausreichend neue Kräfte aus.

(lsa/dpa)
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