Biker4Kids in Düsseldorf: 2000 Biker fahren für einen guten Zweck

„Biker4Kids“ in Düsseldorf: 2000 Biker fahren für einen guten Zweck

Am Samstag fuhr ein Motorradkorso der Biker4Kids zugunsten des ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes durch Düsseldorf. Das kam in der Stadt gut an.

Und dann brach scheinbar die Hölle los. 1.750 Motorräder wurden zeitgleich angelassen, egal ob Chopper, Racer, Cruiser oder Enduro, egal ob 1600 Kubik-Hubraum oder gerade mal 50. Mehrere zehntausend Pferdestärken zeigten durch Geräusch und Geruch willig ihre Einsatzbereitschaft.

Düsseldorfs größter Motorradkorso nahm langsam Fahrt auf für den guten Zweck. Im Laufe der mehrere Kilometer langen Strecke von der Automeile Höherweg über die Carlstadt, Ober- und Niederkassel, durch Golzheim, Grafenberg und Gerresheim zurück nach Flingern wuchs der Korso immer mehr an, auf mehr als 2000 Kraftradfahrer. Und die kamen nicht nur aus der Landeshauptstadt und den angrenzenden Regionen (sogar Kölner wurden gesichtet), sondern auch aus dem Wartburgkreis in Thüringen, Ulm, dem bayerischen Günzburg, aus Belgien und den Niederlanden.

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"Ich bin extra wegen des Korso-Gefühls gekommen, und wegen der Kinder", erläuterte der Bajuware Manfred Ellenrieder. Aus Berlin war die FDP-Bundestagsabgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann angereist und setzte sich mit ihrer 1200er Maschine mit an die Spitze. "Das ist eine sinnvolle Mischung aus Event und gutem Zweck. Das ist eine unfassbar wertvolle Arbeit", urteilte Strack-Zimmermann. Wie alle Biker in der Massenausfahrt wusste auch Schirmherrin Strack-Zimmermann, dass der Verein Biker4Kids den Motorradkorso zugunsten des "ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes" und des Vereins der Freunde und Unterstützer der Kinderhospizarbeit Düsseldorf (VFUKD) veranstalten. Und deshalb zahlte jeder gerne den einen Euro Mindestbeitrag als "Mitfahrgebühr". "Das hat aber für viele nur einen symbolischen Charakter. Die meisten zahlen freiwillig viel mehr, um den guten Zweck zu unterstützen", verrät VFUKD-Vorstand und Biker4Kids-Cheforganisator Detlef Mehlmann. Er und sein Team, am Korsotag waren 200 Helfer im Einsatz, hatte nicht nur mit Unterstützung der Motorradstaffel der Polizei die Strecke ausgetüftelt, sondern auch eine Motorrad-Stuntshow, die Bands "Shake the Dog", "Fighting Spirits" und "Biker4kids Allstars" an die Automeile gelockt und für jede Menge Unterhaltung gesorgt. So gab es ein Biker-Frühstück, einen Gottesdienst unter der Leitung von Olaf Schaper, eine Tombola mit einem Honda-Roller als Hauptpreis oder einen T-Shirt-Verkaufsstand. Der war schon vor Ablauf der Veranstaltung geplündert. Sehr zu Unwillen von Lutz Hullermann. "Detlef, das war mal wieder klasse. Aber fürs nächste Jahr habe ich eine Bitte: Kannst du mir ein Shirt zurücklegen. Diesmal habe ich keins mit dem aktuellen Aufdruck erwischt", so der ehemalige Kommandant der Bergischen Kaserne. Viele Firmen und Einzelpersonen spenden freigiebig. So kamen letztes Jahr 84.000 Euro zusammen. "Ohne die Förderung von den Stadtwerken oder von der Rheinbahn wäre unsere Spendensumme deutlich kleiner", so Mehlmann. Wie viel Geld die Sponsoren und die Biker zur Unterstützung von Kindern und Jugendlichen mit lebensverkürzenden Krankheiten zur Verfügung stellen kann, wird am 28. Juni verraten.

(RP)