Dormagen: Feuerwehr-Krise für beendet erklärt

Dormagen : Feuerwehr-Krise für beendet erklärt

Im Stadtrat am 11. Dezember werden CDU und SPD der neuen Satzung über die Struktur der Feuerwehr zustimmen. Gestern konnten in einem Gespräch mit Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann letzte Fragen geklärt werden.

Feuerwehr-Chefin Sabine Voss ist froh, dass der Streit um die Umbenennung der Feuerwehr in eine Berufsfeuerwehr nun beigelegt ist. Diese von einigen Löschzugführern zunächst hart kritisierte Maßnahme wurde unter Beteiligung der ehrenamtlichen und hauptamtlichen Kräfte zu einem Konsens geführt, den alle Beteiligten mittragen. "Ich freue mich darüber, dass nach intensiven Gesprächen eine gemeinsame Regelung getroffen wurde, die nun auch von der Politik unterstützt wird", sagte Voss. Auch Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann unterstützt die Satzung: "Es ist ein sehr guter Konsens gefunden worden."

Gestern Mittag hatte Hoffmann gemeinsam mit der Feuerwehr-Chefin mit SPD-Fraktionschef Bernhard Schmitt und CDU-Ratsherr Reinhard Hauschild letzte Fragen geklärt, die verhindert hatten, dass bereits in der Hauptausschusssitzung der Satzung zugestimmt wurde. Da die SPD Beratungsbedarf angemeldet hatte und auch die CDU dem folgte, wurde die Abstimmung über die neue Satzung in die Ratssitzung am 11. Dezember verwiesen. "Die CDU kann der Satzung guten Gewissens zustimmen, da es gelungen ist, gemeinsam eine Lösung zu finden, die die Position der Freiwilligen Feuerwehr in einem bisher nie dagewesenen Maße zu stärken", erklärte Hauschild gestern. Auch die SPD zeigte sich zufrieden, wie Bernhard Schmitt betont: "Wir hatten noch einige Fragen, die jedoch jetzt geklärt sind", sagte er gestern. Jetzt könne ein Neubeginn erfolgen. Dafür hatten sich Schmitt und Hauschild bereits in der Hauptausschusssitzung eingesetzt — reine Kritik an der Umbenennung der Feuerwehr in eine Berufsfeuerwehr sollte keine arbeitsrechtlichen Folgen haben.

Ausgangspunkt für die Feuerwehr-Krise waren Sparvorschläge, die Kämmerer Kai Uffelmann zum Haushaltssicherungskonzept vorgestellt hatte, unter anderem die geplanten Einsparungen durch die Umbenennung in Berufsfeuerwehr, was ab 2013 genau 15 200 Euro pro Jahr bringen soll. Für Ärger hatte die Art der Kommunikation bei der Freiwilligen Feuerwehr gesorgt und sich in einem "Brandbrief" gegen die Vorgehensweise entladen: Viele ehrenamtliche Feuerwehrkräfte fürchteten, übergangen zu werden. "Wir haben die Sorgen der Freiwilligen Feuerwehr sehr ernst genommen", hatte Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann nach dem ersten Spitzengespräch zwischen haupt- und ehrenamtlichen Feuerwehrleuten und der Verwaltung gesagt. Die gesamte Feuerwehr erfahre große Wertschätzung in Dormagen.

"Um die Bedeutung der Freiwilligen Feuerwehr für die Stadt Dormagen und die Unentbehrlichkeit des gemeinsamen Zusammenwirkens von Ehren- und Hauptamtlichen in der ,einen' Feuerwehr der Gemeinde zu verdeutlichen, die sich auch von ihrem Selbstverständnis her als unteilbare Einheit verstehen darf bzw. soll, wird von der Verwaltung der Erlass als notwendig erachtet", erläutert Hoffmann in der Beratungsvorlage für den Hauptausschuss und den Stadtrat.

(NGZ)
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