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Dormagen: "Wir beim TSV halten zusammen"

Dormagen : "Wir beim TSV halten zusammen"

Peter-Olaf Hoffmann ist ein gewiefter Taktiker. Die Tatsache, dass Stadt und Rhein-Kreis vier Monate haben verstreichen lassen, ehe sie den heimischen Olympiateilnehmern von London gebührende Aufmerksamkeit schenkten, erklärte der Dormagener Bürgermeister ganz einfach:

"Wo gäbe es einen besseren Rahmen für diese Ehrung als diese Veranstaltung?" Womit Hoffmann nicht einmal Unrecht hatte: 800 dicht gedrängt sitzende Zuschauer bildeten in der Tat einen würdigen Rahmen für die Ehrung von Nicolas Limbach, Max Hartung und Benedikt Wagner durch den Bürgermeister und Landrat Hans-Jürgen Petrauschke.

Und für die anschließenden Finalgefechte um den "Preis der Chemiestadt Dormagen". Das gleichnamige Junioren-Weltcupturnier der Säbelfechter hat sich spätestens mit der 38. Auflage, die mit 287 Teilnehmern aus 27 Nationen einen Rekord aufstellte, vom Insidertreff zu einem der (wenigen) herausragenden Sportevents im Rhein-Kreis gemausert. Was nicht nur an sportlichen Erfolgen — in Richard Hübers und Robin Schrödter schafften erneut zwei Dormagener den Sprung aufs Treppchen — sondern auch daran liegt, wie der TSV Bayer die "Randsportart" nahebringt.

Woran auch die drei Olympiafechter großen Anteil haben: Frisch geehrt, wechselten sie von der Planche ans Mikro und kommentierten fachkundig und gut gelaunt die finalen Gefechte. Gut gelaunt hatten sie sich auch schon zuvor bei einer von Thomas Kempen moderierten Talkrunde gezeigt, die viel Privates der drei Musketiere offenbarte. Privat ging es dabei auch im Zuschauertreff des Sportcenters zu: Während ihre Söhne über London plauderten, versorgten deren Eltern die Gäste mit Getränken. Das zeigt zweierlei: "Organisatorisch stoßen wir an unsere Grenzen", sagt Fechtkoordinator Olaf Kawald. "Wir beim TSV stehen und halten zusammen", sagt Vorsitzender Karl-Josef Ellrich.

(NGZ/ila)