Dormagen: Hilgers: Dormagen zu sehr stadtteilbezogen

Dormagen : Hilgers: Dormagen zu sehr stadtteilbezogen

Gut gelaunt plauderte Altbürgermeister Heinz Hilgers am Montag Abend auf dem blauen NGZ-Sofa über sein Leben, die Dormagener Politik und über sein Engagement für Kinderrechte.

NGZ-Redaktionsleiter Ludger Baten befragte den Ehrenbürger der Stadt Dormagen im Foyer der VR Bank auch zu den Anfängen seiner politischen Karriere, die er als Vorsitzender der Jungen Union begann, bevor er Anfang der 70er zur SPD wechselte: "Dort fand ich mich mit meinem christlichen Menschenbild eher wieder als bei der Partei mit dem C im Namen", sagte Hilgers.

Der ehemalige Bürgermeister verfolgt immer noch aufmerksam das politische Geschehen in seiner Heimatstadt, der er zwar attestiert, dass sie "ein Stück zusammengewachsen ist", jedoch noch zu sehr stadtteilbezogen ist. "Da schauen viele nur auf ihren Ort", sagte Hilgers, der ein genereller Freund von Bürgerbeteiligung ist, jedoch oft eben diese Sicht aufs Ganze vermisst: "Ich finde es schwierig, wenn sich Bürger nur für sich selbst engagieren."

Hilgers, seit 1993 Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, hielt ein flammendes Plädoyer dafür, die Stärken aller Kinder zu fördern und jedem Kind eine Chance auf ein gutes Leben zu ermöglichen, um so Kinderarmut zu mindern: "Kinder brauchen unseren besonderen Schutz." (Interview folgt)

(cw-)
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