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Olympia 2022: Bob-Anschieber Margis trägt deutsche Fahne bei Schlussfeier

„Unfassbare Ehre“ : Bob-Anschieber Margis trägt deutsche Fahne bei Olympia-Schlussfeier

Normalerweise steht er im Schatten seines Piloten Francesco Friedrich. Doch jetzt wird Bobfahrer Thorsten Margis eine große Ehre zuteil: Der Anschieber wird die deutsche Fahne bei der Schlussfeier in Peking tragen. Für den 32-Jährigen ist es eine „unfassbare Ehre“.

Bob-Anschieber Thorsten Margis führt das verbliebene deutsche Olympia-Team bei der Schlussfeier in Peking als Fahnenträger an. Das teilte der Deutsche Olympische Sportbund am Samstag mit. Der 32-Jährige aus Halle/Saale ist Teil des Zweier- und Viererbobs von Pilot Francesco Friedrich. Der Viererbob hat am Sonntagvormittag (Ortszeit) bei den Winterspielen in China noch die Chance auf den Olympiasieg. Nach den ersten beiden Läufen führt Friedrich das Klassement an. Friedrich und Margis hatten in Peking bereits im Zweierbob die Goldmedaille gewonnen.

„Das ist eine unfassbare Ehre. Ich bin jetzt der erste Anschieber überhaupt in Deutschland, der eine Fahne anfassen darf, egal ob bei Eröffnungs- oder Schlussfeier“, sagte Margis. „Das ist schon Wahnsinn. Für einen Anschieber ist es etwas ganz Besonderes, weil sie öfter hinten runterfallen. Das ist eine richtig geile Sache.“

Am Sonntagabend (20.00 Uhr Ortszeit/13.00 Uhr MEZ) soll der dreimalige Olympiasieger und achtmalige Weltmeister Margis die deutsche Fahne in das Vogelnest-Stadion in Chinas Hauptstadt tragen. „Thorsten ist jetzt schon dreimaliger Olympiasieger. Wir wollten damit zum einen ein Signal setzen, dass auch jemand die Fahne trägt, der nicht so oft im Fokus steht, und zum anderen belohnen, dass der Bob- und Schlittenverband hier immense Erfolge eingefahren hat“, sagte DOSB-Präsident Thomas Weikert auf einer Pressekonferenz.

Bei der Eröffnungsfeier hatten die Eisschnellläuferin Claudia Pechstein und Friedrich die deutsche Mannschaft angeführt. Zahlreiche Athletinnen und Athleten sind nach dem Ende ihrer Wettkämpfe bereits abgereist und daher nicht mehr bei der Abschlusszeremonie dabei.

(dpa/old)