Olympia Frankreich reicht offiziell Bewerbung für Winterspiele 2030 ein

Paris · Im kommenden Jahr wird Frankreich bereits die Olympischen Sommerspiele austragen. 2030 will das Land dann auch Gastgeber der Winterspiele sein.

Die Olympischen Ringe in Paris vor dem Eiffelturm.

Die Olympischen Ringe in Paris vor dem Eiffelturm.

Foto: dpa/Michel Euler

Mit den Olympischen Spielen in Paris vor der Tür hat sich Frankreich nun auch offiziell um die Ausrichtung der Winterspiele 2030 beworben. Am Dienstag stellte Frankreichs Olympisches Komitee (CNOSF) um Präsident David Lappartient die Pläne vor, nach denen die Spiele in den französischen Alpen und in Nizza stattfinden sollen. Laut Lappartient würden bei einem Zuschlag 95 Prozent der Wettbewerbe in bereits bestehenden Sportstätten ausgetragen.

„Wie schon für Paris streben wir ein dauerhaftes Erbe zu tragfähigen wirtschaftlichen Bedingungen an, um der sich verändernden Welt Rechnung zu tragen“, sagte Lappartient. „Aufgrund unserer Skianlagen haben wir große Chancen auf eine erfolgreiche Bewerbung. Wir haben politische Unterstützung auf regionaler Ebene und vom französischen Präsidenten“, ergänzte Renaud Muselier, Präsident des Regionalrats der Region in den südlichen Alpen.

Die Bewerbung sieht vor, in der Mittelmeerstadt Nizza das Olympische Dorf, das Medienzentrum und eine Eisbahn für die Indoor-Skating-Wettbewerbe zu errichten. Das Skigebiet Meribel-Courchevel würde die alpinen Skiwettbewerbe ausrichten, in Isola 2000 würden die Snowboardwettbewerbe stattfinden, und Grand-Bornand ist für die nordischen Wettbewerbe vorgesehen.

Neben Frankreich bleiben nach dem Aus für Sapporo aber noch weitere potenzielle Ausrichter im Rennen, die ihr grundlegendes Interesse hinterlegt haben: Salt Lake City, das die Winterspiele 2002 veranstaltet hatte, sowie Stockholm (Ausrichter der Sommerspiele 1912) und die Schweiz. Die Winterspiele 2026 finden in Mailand und Cortina d'Ampezzo (Italien) statt.

Das Internationale Olympische Komitee hatte die Vergabe der Winterspiele 2030 von 2023 auf das kommende Jahr verschoben und dies mit den Herausforderungen an den Ausrichter durch den Klimawandel begründet. Eine Entscheidung wird im Juli 2024 erwartet.

(SID/stja)