KFC Uerdingen: Athletiktrainer Fabian Illner macht die Spieler fit

Fußball : Illner macht die KFC-Spieler fit

Der 33 Jahre alte Sportwissenschaftler ist für Trainingssteuerung, Verletzungsvorbeugung und Rehabilitation zuständig. Der Düsseldorfer schwärmt von der Atmosphäre im Trainerteam.

Er wird gehasst und heiß geliebt, manchmal innerhalb weniger Wochen von ein und derselben Person. Sein Job ist es nämlich, Spieler zu quälen, zumindest kurz, für ein paar Sekunden oder Minuten. Nicht, weil er sadistisch veranlagt ist, sondern weil er mit ihnen körperlich arbeitet, sie fordert und fördert, damit sie ihr Leistungspotenzial optimal nutzen können. Fabian Illner ist der Athletiktrainer des KFC Uerdingen, der Fitmacher.

Der Sportwissenschaftler nennt drei Bereiche, die er verantwortet: Trainingssteuerung, wobei es gilt, die Belastung zu planen und zu strukturieren, die Verletzungsprophylaxe und das Reha-Training. „Jeder Bereich ist interessant“, sagt er. „Fehler wirken sich direkt aus.“

Illner ist in der vergangenen Saison von Fortuna Düsseldorf gekommen. Co-Trainer Stefan Reisinger hatte ihn empfohlen. „Die Aufgabe beim KFC Uerdingen hat mich gereizt“, sagt er. So sehr, dass er seine Heimatstadt und seinen Lieblingsverein verlassen hat. Immerhin sechs Jahre lang war er im Nachwuchsleistungszentrum der Fortuna tätig. Umso schöner war es für ihn, dass im Frühjahr gleich beide Vereine aufgestiegen sind.

Zum Aufstieg des KFC hat Illner seinen Teil beigetragen, denn es gab während der Saison ungewöhnlich wenig verletzte Spieler. Sie waren gut vorbereitet und körperlich fit, so dass manches Spiel in der Schlussphase aufgrund der besseren körperlichen Verfassung gewonnen wurde. „Es ist schön zu sehen, wenn Spieler in der Lage sind, am Ende des Spiels noch ihre Sprints anzuziehen“, sagt er. „Gerade in der Schlussphase fallen viele Tore, wenn der Widerstand des Gegners erlahmt und man selbst das Tempo noch hoch halten kann.“

 Wenngleich derzeit natürlich die Vorbereitung der Spieler im Mittelpunkt steht, so tritt im Laufe der Saison sicherlich die ein oder andere Verletzung auf. Die Spieler danach wieder an ihr Leistungsoptimum heranzuführen, sei manchmal knifflig, aber interessant. „Nicht jeder Heilungsprozess verläuft wie im Lehrbuch“, sagt Illner. „Da muss man viel ausprobieren und mit Experten sprechen.“ Deshalb freut er sich über die Zusammenarbeit mit der BG Duisburg. „Da haben wir einen super Diagnostik-Partner.“

Kommunikation ist das Zauberwort des Trainingsalltags. „Das Trainer-Team hier ist top“, sagt Illner. „Das ist wirklich extrem gut, ich weiß wirklich nicht, ob das normal ist.“

Cheftrainer Stefan Krämer hört das natürlich gern, reicht das Kompliment aber gleich an die Kollegen weiter. Und er bedient sich gerne Illners Kenntnisse. „Ein Cheftrainer kann nicht alles wissen und alles leisten“, sagt er. „Man braucht Spezialisten in gewissen Bereichen, sei es für die Athletik, das Tor oder die Videoarbeit. Ich habe gerne die besten Leute um mich herum.“

In Absprache mit Illner wird das Training in diesen Tagen dosiert. Schließlich sind die körperlichen Anforderungen in der Dritten Liga größer, die Laufleistung und die Anzahl der schnelleren Läufe höher. Da gilt es im Training, die richtige Balance zu finden, um die Robustheit zu fördern, die Spieler aber nicht zu überfordern und ihre Gesundheit zu gefährden. „Das ist doch eine reizvolle Aufgabe“, sagt Illner und lächelt, während bei den Spielern die Schweißperlen von der Stirn tropfen.