KFC Uerdingen: Torjäger Aigner bleibt ein Löwe

Drittliga-Aufsteiger verpflichtet Stürmer : Weltenbummler Stefan Aigner - ein Löwe für Uerdingen

Das 30 Jahre alte Münchener Urgestein kehrt aus den USA zurück. Der Torjäger soll seine Erfahrung beim Drittliga-Aufsteiger KFC Uerdingen einbringen. Die Gerüchteküche brodelt.

Stefan Aigner ist und bleibt ein Löwe - nicht von der Vereinszugehörigkeit her, so aber doch vom Sternzeichen. Der 30 Jahre alte Stürmer ist nämlich im August geboren. Der gebürtige Münchener, dessen Stammverein der TSV 1860 ist, genannt die Löwen, verkörpert zudem viele Eigenschaften, die Menschen, die in jenem Sternzeichen geboren sind, nachgesagt werden. Der Blondschopf strahlt, steht als Torjäger gerne im Blickpunkt und ist eine Führungspersönlichkeit. All diese Eigenschaften hat er im vergangenen Jahrzehnt hinlänglich unter Beweis gestellt.

Sieben fette Jahre hatte Aigner nach seiner Rückkehr 2009 zu den Münchner Löwen: drei bei den Blauen und anschließend vier bei Eintracht Frankfurt. Mit den Hessen zog er sogar überraschend in die Europa League ein. Es war vermutlich nicht seine glücklichste Entscheidung trotz eines Vertrags bis 2018 schon 2016 wieder zu den Sechzigern zurückzukehren, denen der vorzeitige Wechsel vom Main an die Isar immerhin eine Ablösesumme von drei Millionen Euro wert war. Aigner erhielt dort einen Vertrag bis 2020.

Als einer der Aufstiegsfavoriten ging der TSV 1860 München in die wohl schlimmste Saison seiner Vereinsgeschichte, an deren Ende nicht nur der Abstieg in die Dritte Liga stand, sondern auch die Lizenzverweigerung. Damit wurde der Traditionsverein in Liga vier durchgereicht, Aigner konnte ablösefrei wechseln. Der Stürmer ging nach Colorado in die USA, wo er erneut einen Vertrag bis 2020 erhielt. Nachdem er sich dort mit dem Trainer überwarf und in diesem Jahr nur elf Minuten zum Einsatz kam, einigten sich beide Seiten vor wenigen Tagen auf eine Vertragsauflösung.

Natürlich war Aigner auch beim TSV 1860 erneut ein Thema. Und natürlich wird nun in der bayerischen Metropole erzählt, die Blauen hätten ihm abgesagt. Schließlich wolle der Klub die von Investor Hasan Ismaik bereit gestellten zwei Million Euro planvoll einsetzen. Das ist eigentlich selbstverständlich. Sicher ist aber auch, dass Aigner 2012 seinen Vertrag bei den Löwen nicht mehr verlängert hatte, weil er den ständig in aller Öffentlichkeit ausgetragenen Streit zwischen der Vereinsführung und dem Investor leid war.

Jetzt hat Aigner einen Vertrag bis 2021 beim KFC Uerdingen unterschrieben. Damit hat Präsident Mikhail Ponomarev für einen weiteren Paukenschlag gesorgt. Seiner Ankündigung, er wolle die Mannschaft nach dem Aufstieg mit erfahrenen Spielern verstärken, ließ er umgehend Taten folgen. Robert Müller (VfR Aalen), Manuel Konrad (Dynamo Dresden), Dennis Daube (Union Berlin), Maurice Litka (FC St. Pauli) und nun Aigner - fünf Spieler, die ein, zwei oder gar drei Klassen höher gespielt haben.

Die Gerüchteküche brodelt weiter gehörig. So soll der KFC auch Interesse an einer Verpflichtung von Alexander Baumjohann haben. Der 31 Jahre alte ehemalige Schalker, de auch für Mönchengladbach und Bayern München auflief, soll in Brasilien derzeit nicht glücklich sein.

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