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Fortuna Düsseldorf: Was macht eigentlich Niko Gießelmann in seinem zweiten Jahr bei Union Berlin?

Neuer Anlauf in der Hauptstadt : Was macht eigentlich Niko Gießelmann?

Sein erstes Jahr nach dem Weggang aus Düsseldorf verlief sportlich alles andere als optimal. Aber so schnell ist ein Niko Gießelmann nicht kaputtzukriegen. Via Instagram ist er obendrein immer noch ganz dicht dran an Fortuna. Wie der Stand der Dinge beim Linksverteidiger ist.

Social Media ist so richtig das Ding von Niko Gießelmann. Man könnte fast sagen: Hätte es Instagram vorher noch nicht gegeben – der ehemalige Linksverteidiger von Fortuna Düsseldorf hätte es wahrscheinlich erfunden. Wobei seine rege und stets sehr originelle Kommentierung von Fotos und Wortbeiträgen seiner früheren Kollegen sehr deutlich zeigt, dass für Gießelmann seine Zeit am Rhein weit mehr war als irgendein x-beliebiger Job.

Wenn irgendeiner der Fortuna-Profis, mit denen der 29-Jährige während seiner drei Jahre in Düsseldorf zusammengespielt hat, bei Instagram einen Beitrag verfasst, egal ob es ein Foto aus einer Trainingseinheit oder aus dem privaten Bereich ist, kann er sich getrost darauf einstellen, einen launigen Kommentar von Gießelmann zu erhalten; und so entstehen immer wieder sehr originelle Chats.

Sportlich allerdings ist es für den gebürtigen Hannoveraner bei seinem aktuellen Klub Union Berlin, dem er sich nach seinem Abschied von der Fortuna im Corona-Sommer 2020 angeschlossen hatte, bislang wirklich nicht optimal gelaufen. Nur 13 Mal kam er in der Saison 2020/21 für die Köpenicker zum Einsatz, stand dabei gerade viermal in der Startelf und absolvierte insgesamt 421 Spielminuten.

Deutlich weniger, als er sich bei seinem Wechsel erhofft hatte, nach dem es im Düsseldorfer Anhang doch einige Verstimmung gegeben hatte. Während seiner Gespräche mit Fortunas sportlicher Leitung über einen möglichen neuen Vertrag hatte Gießelmann noch große Unterstützung vieler Fans erfahren, konnten diese doch nicht verstehen, dass der Klub nach nur einem schwächeren Jahr offenbar nicht bereit war, dem zuvor so konstanten Linksverteidiger weiter entgegenzukommen.

Kurz nach der Trennung kippte die Stimmung dann allerdings etwas. Auslöser war ein Video, das Gießelmann nur ganz kurz nach seinem emotionalen Abschiedsposting an die Fortuna-Fans postete – darin saß er in seinem Auto und sang inbrünstig die Hymne seines neuen Klubs, „Eisern Union“ von Nina Hagen, mit. Diesen arg schnellen Stimmungsumschwung kreidete ihm mancher Anhänger doch ein wenig an.

Derlei Zorn währt freilich glücklicherweise nicht ewig, und so litten viele Fortuna-Anhänger schon mit ihm, als er – nachdem er sich nach holprigem Saisonstart gerade heranzukämpfen begann – am 22. Spieltag Riesenpech hatte. Beim 1:0-Sieg der Berliner in Freiburg war Gießelmann eine Viertelstunde vor Schluss eingewechselt worden, als er sich in einer unglücklichen Situation die linke Schulter brach. Fast zwei Monate fiel er damit aus, ehe er beim 0:2 in Dortmund wieder im Kader stand und am 8. Mai bei der 0:3-Niederlage in Wolfsburg endlich wieder 21 Einsatzminuten verbuchen durfte.

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Aber so leicht ist ein Niko Gießelmann nicht kaputtzukriegen. Nachdem der Einzug Unions in die neu geschaffene Uefa Conference League feststand, zeigte er sich bei Instagram mit einem Bierglas in der Hand auf einem Balkon der Alten Försterei, einer für Corona-Verhältnisse gehörigen Fanmenge im Hintergrund und dem kurzen Text: „Europapokal!“ Logisch, dass es dazu sofort Kommentare von weiteren Ex-Fortunen gab: zwei Bizeps-Emojis von Robin Bormuth und von Dodi Lukebakio das Zitat: „Congrats, bro!“ – Gratulation, Bruder!

Am 6. Juni ließ Gießelmann ein Posting folgen, das einen tieferen Einblick in sein Seelenleben gestattete. „Es ist unglaublich, aber wir haben es tatsächlich geschafft, uns den Traum von Europa zu erfüllen. Das Einzige, was zur perfekten Saison gefehlt hat, wart ihr Fans im Stadion, was sich hoffentlich zur kommenden Saison wieder ändern wird! Auch wenn ich persönlich mit dem Jahr nicht zufrieden bin und zusätzlich noch verletzt länger aussetzen musste, bin ich trotzdem stolz, Teil dieser geilen Truppe zu sein! Jetzt steht Regeneration, Urlaub und die Vorbereitung auf die kommende Saison an! Wir sehen uns bald in der Alten Försterei! Euer Niko“

Auch aus Düsseldorf werden ihn viele Wünsche für ein besseres zweites Bundesligajahr in der Hauptstadt begleiten.