Fortuna Düsseldorf: Benito Raman fängt nochmal ganz von vorne an

Fortunas Benito Raman: „Ich beginne noch einmal von vorne“

Fortunas Stürmer Benito Raman fühlt sich gut, nachdem er die vergangene Saison in einem Leistungstief beendet hatte. Dem Belgier macht sein Job wieder richtig Spaß.

Mit einem freundlichen Lächeln kommt Benito Raman aus den Umkleideräumen. Fortunas Mittelfeldspieler geht es gut. Der 23-jährige Publikumsliebling ist guter Dinge und trotz des schlauchenden Trainings bestens gelaunt. Dem Belgier sieht man die Freude an seinem Job an. Trotz der starken Konkurrenz, die ihm in der Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel durch die vielen Zugänge erwachsen ist, freut sich der Shooting-Star der vergangenen Saison auf die anstehende Herausforderung Bundesliga.

„Es fühlt sich im Moment richtig gut an. Fast ist es so wie vor einem Jahr, als ich die ersten Spiele für Fortuna gemacht habe“, sagt Raman. Da war der flinke Wirbelwind und Tempodribbler mit dem enormem Kampfgeist als Leihspieler von Standard Lüttich nach Düsseldorf gekommen und zum gefeierten Helden geworden, hatte durch seine Treffer und seine spektakuläre Spielweise die Arena in ihren Grundfesten erschüttert. In der Rückrunde kam dann der Bruch – ausgerechnet als Fortuna den Angreifer fest verpflichtete und ihn mit einem Vertrag bis 2022 ausstattete. In Folge fiel der Spieler überhaupt nicht mehr durch seine Dynamik auf, Kampf und Torgefahr waren wie weggeblasen.

Raman geht sehr selbstkritisch mit seiner Leistung um. „Die war zuletzt wirklich nicht in Ordnung“, gibt er unumwunden zu. „Nun habe ich den Reset-Knopf gedrückt. Ich beginne noch einmal ganz von vorne und starte bei Null.“ Für Raman ist es die erste Saison in der höchsten deutschen Spielklasse und seine große Chance. Er ist dort angekommen, wo er immer hin wollte, und ist sich der Bedeutung des kommenden Jahres bewusst. Es wird ganz entscheidend für seine Karriere und weitere Entwicklung sein.

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Der gebürtige Genter möchte nun zeigen, dass er sich in einer der besten Ligen der Welt durchsetzen kann. Nervös macht ihn das nicht, Lampenfieber hat er keines. Ganz im Gegenteil. „Der Coach steht hinter mir und gibt mir Vertrauen. Ebenso wie die Mitspieler. Jeder hilft in der Mannschaft jedem.“ Und der Unterstützung durch die Fans kann er sich ohnehin sicher sein. „Das gibt mir ein sehr gutes Gefühl.“

Und was ihn zusätzlich antreibt, ist die Konkurrenzsituation. Sein Landsmann Dodi Lukebakio, Takashi Usami und Davor Lovren bewerben sich für die Position des Außenstürmers, auf dem auch er zu Hause ist. „Das ist gut so und wichtig für mich, fast schon existentiell. Die Konkurrenz spornt mich zusätzlich an und befähigt mich, so zu spielen, wie ich es vor einem Jahr gemacht habe“, sagt er. Der Wettbewerb innerhalb des Teams hindert ihn nicht daran, Zugang Lukebakio zu helfen, sich auf und neben dem Platz zurecht zu finden.

Und so will er wieder auf die gleiche Weise auftreten und seine Anhänger verzaubern, wie ihm das vor einen Jahr gelungen ist, als er sich in den Verein und die Stadt verliebte. „Ich habe mich hier vom ersten Blick an unglaublich wohl gefühlt“, sagt er.  Und so soll es bleiben. Ultimatives Ziel ist der Klassenerhalt. „Ich werde alles dafür tun, dass ich meinen Beitrag dazu leiste, den eingeschlagenen Weg genauso erfolgreich weiterzugehen“, verspricht Raman.