1. Sport
  2. Fußball
  3. Fortuna

Fortuna Düsseldorf: Markus Babbel rechnet mit Friedhelm Funkel nach Wechsel zum 1. FC Köln ab

Kritik an Ex-Fortuna-Trainer : Babbel rechnet gnadenlos mit Funkel ab

Markus Babbel hat in einem Interview schonungslos mit seinen Trainerkollegen abgerechnet. Es fehle die Ehrlichkeit und es würde nur noch rumgeeiert. Besonders erzürnt hat den 48-Jährigen das Engagement von Friedhelm Funkel beim 1. FC Köln. Was Babbel so aufregt.

Markus Babbel hat lange für den FC Bayern München gespielt. Nach seiner Karriere war er Trainer beim VfB Stuttgart, Hertha BSC und der TSG Hoffenheim, danach folgten Stationen beim FC Luzern und in Australien bei den Western Sydney Wanderers. Der Schweizer Zeitung „Blick“ gab der 48-Jährige nun ein Interview. Darin rechnet er knallhart mit einigen Berufskollegen ab.

Besonders schonungslos wettert er gegen Friedhelm Funkel und dessen Engagement beim 1. FC Köln. Funkel, von 2016 bis 2020 Trainer von Fortuna, soll jetzt ausgerechnet die Domstädter vor dem Abstieg retten. Eine Personalie, die Babbel erzürnt: „Er erzählt nach seiner Zeit bei Fortuna Düsseldorf, er wolle nie mehr wieder Trainer sein, das sei wohlüberlegt. Überhaupt, Düsseldorf sei seine schönste Zeit gewesen. Und was macht er dann? Geht zu Köln. Zum verhassten Konkurrenten“, so Babbel. „Da frage ich mich doch als Düsseldorf-Fan: Will der mich veräppeln? Und als Köln-Fan: Kommt der, um uns in die 2. Liga zu bringen?“.

Für Babbel generell die große Problematik in der Branche: „Worauf kann ich mich noch verlassen? Wenn sich der Fußball über Anstandsregeln setzt? Es kann doch nicht sein, dass man sich mit der Einstellung äußert: ‚Was interessiert mich der Scheiß, den ich gestern gelabert habe?‘“

Babbel, der zuletzt zwischen Mitte 2018 und Anfang 2020 in Australien bei den Western Sydney Wanderers beschäftigt war, „fehlt die Ehrlichkeit, es wird nur noch rumgeeiert“. Auch bei den Wechseln von Adi Hütter zu Borussia Mönchengladbach oder dem Abgang von Hansi Flick beim FC Bayern München sieht er Fehler in der Kommunikation.

Zu Hütter sagt er: „Der setzt sich ins TV-Studio und sagt, er bleibe bei Frankfurt. Fünf Wochen später geht er, weil sich die Situation so markant geändert habe. Welche Situation denn?“, befindet der Europameister von 1996. „Dass der Teammanager und wohl der Sportdirektor gehen, das wusste man. Nein, für mich wird nur noch gelogen und geheuchelt. Wir sprechen hier von einem gestandenen Toptrainer, nicht von einem jungen Grünschnabel, der neu im Geschäft ist“.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das waren die möglichen Trainerkandidaten bei Fortuna