Bei Fortuna Düsseldorf gibt es viel Konkurrenzkampf

Harter Konkurrenzkampf: Bei Fortuna geht es um die Plätze

Zwei Wochen Vorbereitung hat Fortuna noch, bis das erste Pflichtspiel ansteht. Der Kampf um die Stammplätze nimmt in allen Mannschaftsteilen zu. Wir haben einen Blick darauf geworfen.

Fortuna geht der Hitze aus dem Weg. Deshalb ruft Trainer Friedhelm Funkel seine Spieler am Montag bereits um 9 Uhr auf dem Trainingsplatz zusammen. Es wird der Auftakt zum Schlussspurt in der Vorbereitung auf die Fußball-Bundesliga-Saison. Die letzte komplette Trainingswoche ohne Pflichtspiel steht an. Der Kampf um die Stammplätze wird noch einmal schärfer. Das 1:1 im Testspiel gegen den italienischen Erstligisten AC Florenz bei der Saisoneröffnung brachte in dieser Hinsicht schon einige Erkenntnisse. Eine Einordnung nach Mannschaftsteilen:

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Tor Das Rennen zwischen Raphael Wolf und Michael Rensing ist weiter völlig offen. „Ich weiß es wirklich noch nicht“, sagte Funkel. Gegen Florenz durfte Wolf ran, Rensing wird in Nijmegen am kommenden Wochenende wieder die Chance erhalten, sich zu beweisen. Wolf hinterließ am Samstag einen bärenstarken Eindruck, reagierte bei zwei Schüssen glänzend. Nur einmal war der 30-Jährige nicht richtig im Bilde, als er einen Abschlag ins Seiten-Aus trat.

Abwehr In der Innenverteidigung agierten Kaan Ayhan und Robin Bormuth, die sich drei, vier Mal als Retter in höchster Not auszeichneten, fehlerfrei. In der Liga wird aller Voraussicht nach zunächst das Duo Ayhan/Andre Hoffmann gesetzt sein. Der gesuchte Ersatzmann ist nach Informationen dieser Redaktion auch schon gefunden: Marcin Kaminski soll vom VfB Stuttgart ausgeliehen werden. Die Verhandlungen sind noch nicht ganz abgeschlossen – auch, weil der Hamburger SV weiter um den 26-jährigen polnischen Nationalspieler buhlt. Fortunas Vorstandsboss Robert Schäfer wollte sich zu der Personalie am Sonntag nicht äußern. Auf der Position des Linksverteidigers hat Niko Gießelmann Vorteile gegenüber Diego Contento. Gießelmann wirkt souveräner, Contento fehlt sichtlich die Spielpraxis. Auf der rechten Seite hatte Jean Zimmer Probleme, im Spiel nach vorne produzierte er einige leichte Abspielfehler. Sein Kumpel und Konkurrent Matthias Zimmermann scharrt bereits mit den Hufen.

Mittelfeld Einer der Sieger des Testspiels gegen den AC Florenz war Dodi Lukebakio. Und das trotz seines kapitalen Fehlers, als er in der eigenen Hälfte einen Ball vertändelte und das Gegentor einleitete. „Das war scheiße, das weiß er auch und das habe ich ihm auch gesagt“, sagte Funkel. „Aber heute wollen wir nochmal nachsichtig sein.“ Es blieb der einzige Patzer des Zugangs vom FC Watford, der die Zuschauer mit seinen Aktionen mitriss. Er war immer für eine Überraschung gut, suchte die Eins-gegen-eins-Situationen, hatte ein gutes Auge für seine Mitspieler und bereitete mit einer Flanke auf Marvin Ducksch den 1:1-Ausgleichstreffer vor. Einer seiner Konkurrenten auf der Außenbahn ist Takashi Usami. Der Japaner nahm am Sonntag das Training auf, nachdem die letzten Formalitäten mit dem FC Augsburg über eine erneute Leihe geklärt wurden. Die anderen Kandidaten sind Benito Raman und Davor Lovren. Die Beiden tauschten ihre Plätze auf Linksaußen im Laufe der Partie gegen Florenz – ein Duell, das Raman für sich entschied. „Ich bin froh, vier Spieler auf den Außenpositionen zu haben. Das brauchen wir. Wer spielt, weiß ich heute auch noch nicht“, sagte Funkel.

In der Zentrale deutet sich zunächst ein Dreikampf um die beiden Sechser-Positionen an, falls Funkel auf eine Doppelspitze setzen sollte. Gegen Florenz überzeugten Marcel Sobottka und Kevin Stöger. Sie harmonierten perfekt miteinander. Der technisch überragende Stöger hat das Zeug, Abgang Florian Neuhaus vergessen zu machen. Auch Alfredo Morales machte im Mittelfeld eine gute Partie, zeigte zum Ende hin aber mehr Schatten als Licht. Da schien ihm die Kraft zu fehlen.

Sturm Mit Wiederbeginn testete Funkel erneut die Doppelspitze mit Marvin Ducksch und Rouwen Hennings. Ducksch demonstrierte nicht nur bei seinem Treffer Torgefährlichkeit, er war stets da anzutreffen, wo es brannte und hätte zwei weitere Treffer erzielen können. Er war der auffälligste Stürmer. Kenan Karaman, der am Samstag krankheitsbedingt fehlte, scheint derzeit etwas hinten dran zu sein.

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