Fortuna Düsseldorf: Takashi Usami muss konditionell aufholen

“Werde mindestens zwei Wochen brauchen“: Usami muss konditionell aufholen

Nach langen Verhand­lungen ist der Japaner Takashi Usami zurück bei Fortuna. Zwei bis vier Wochen dauere es noch, sagt er, bis er wieder in Topform ist.

So richtig flüssig läuft es bei Takashi Usami mit der deutschen Sprache noch nicht. Aber der Japaner stellt sich jeder Frage, lernt fleißig dazu und erweitert laufend seinen Wortschatz. Derzeit braucht er allerdings gar nicht so viele Worte, um seine Gefühlslage zu beschreiben. Das Wort, das er gerade besonders gerne benutzt, ist „Spaß“. In der Kabine habe er Spaß, auf dem Platz auch und an der Aufgabe mit Fortuna in der Bundesliga sowieso.

Usami hatte zuletzt immer klar geäußert, dass er nach der ausgelaufenen Leihe vom FC Augsburg unbedingt weiter für Fortuna auflaufen möchte. Nach langen Verhandlungen haben sich die Düsseldorfer und die Augsburger Verantwortlichen am Ende der vergangenen Woche auf ein weiteres Leihgeschäft geeinigt. „Ich bin froh, dass es geklappt hat“, sagt „Taka“. Ein fixer Wechsel war für Fortuna in der aktuellen Situation zu teuer. „Das liegt nicht an mir, sondern an den Vereinen. Wichtig ist, dass ich wieder da bin. Wenn es möglich ist, will ich aber noch länger bleiben.“

Um die Voraussetzungen dafür zu schaffen, wäre der Klassenerhalt in der Bundesliga sicherlich hilfreich. Und nur darum geht es Usami, dem man anmerkt, dass er nicht mehr der schüchterne Junge aus Fernost sein möchte, sondern mit Leistung Verantwortung übernehmen will. „Meine Aufgaben sind Tore, Torvorlagen und für drei Punkte zu arbeiten“, sagt er. „Und dazu muss ich viel spielen.“

Dafür wiederum sind konditionelle Grundlagen nötig. In diesem Bereich hat Usami aber noch Nachholbedarf. Der 26-Jährige hat mit Japan an der Weltmeisterschaft in Russland teilgenommen, dort 68 Minuten gespielt und ist in einem spektakulären Achtelfinalspiel an Belgien gescheitert. Danach ging es zum Urlaub in die Heimat. „Ich bin natürlich noch nicht fit und brauche noch ein bisschen Zeit“, sagt der Flügelflitzer, der seine alten und neuen Mannschaftskameraden über die Sozialen Medien verfolgt hat: „Ich habe bei Instagram gesehen, dass die Mannschaft viel gelaufen ist – im ersten Trainingslager, dann im zweiten. Ich muss auch noch laufen. Ich werde mindestens zwei Wochen, maximal einen Monat brauchen, um topfit zu sein.“

Drei Trainingswochen hat Usami Zeit, um für den Bundesliga-Auftakt in Form zu kommen. Es ist ein spezielles Spiel. Dann geht es direkt gegen seinen eigentlichen Arbeitgeber aus Bayern. „Ich hoffe, dass es für den Kader gegen Augsburg reicht, aber dazu muss ich meine Kondition noch steigern. Aber ich verspreche: Ich gebe Gas!“, sagt Usami.

Acht Tore und drei Vorlagen hat er zum Aufstieg beigetragen. Besonders in der Rückrunde blühte Usami auf – zusammen mit Landsmann Genki Haraguchi, der jetzt bei Hannover 96 unter Vertrag steht. „Schade, dass Genki nicht mehr hier ist. Es wäre schön gewesen, aber jetzt spielt er für eine andere Mannschaft“, sagt Usami und schiebt dann lachend nach: „Er ist jetzt ein Gegner. Jetzt muss ich ihn kaputtmachen.“