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Borussia Mönchengladbach: Gladbach steht gegen Limassol unter Druck

Borussia Mönchengladbach : Gladbach steht gegen Limassol unter Druck

Der Spielplan meint es gut mit der Borussia. Denn wie im September vor dem Bundesliga-Derby in Köln, schiebt der Uefa-Kalender auch vor dem Klassiker gegen den FC Bayern München am Sonntag für die Mönchengladbacher ein Europa-League-Spiel ein (21.05 Uhr, Live-Ticker).

Das versetzt die Borussen in die so bequeme wie nachvollziehbare Lage, Fragen nach dem von ganz Deutschland mit Spannung erwarteten Spitzenspiel gegen die 7:1-Bayern von Rom bis Donnerstagabend mit dem freundlichen Hinweis abzulehnen: "Ich konzentriere mich auf Limassol, nur auf Limassol" (Trainer Lucien Favre).

Doch die Marschroute, Bayern (noch) aus den Köpfen zu verbannen, hat im Borussia-Park noch einen relevanteren Hintergrund: Bei allem Jubel über den famosen Saisonstart steht Favres Team am dritten Gruppenspieltag der Europa League gegen die Zyprer unter Druck. "Es ist für uns ein sehr wichtiges Spiel. Es ist auch ein wegweisendes Spiel in dieser Gruppe. Wir hatten einen Start, den wir uns ein bisschen anders vorgestellt haben mit zwei Punkten aus zwei Spielen", sagt Torhüter Yann Sommer.

Weniger das 1:1 gegen Villarreal zum Start als danach das unnötige 1:1 in Zürich manövrierte ihn und seine Kollegen in einen Zustand auf europäischer Ebene, bei dem Aufwand und Ertrag nicht zueinander passen. Man hat schließlich einiges vor auf internationaler Bühne, der Einzug in die K.o.-Runde wird als Mindestziel kommuniziert. "Wir wollen unbedingt diese Gruppe überstehen, und dafür müssen wir anfangen, richtig zu punkten. Insofern nehmen wir das Spiel sehr ernst", sagt Sommer. Und Favre fügt hinzu: "Wir müssen durch diese Gruppe durch. Keine Diskussion."

Gegen Apollon Limassol ist Borussia Favorit. Wie zuletzt immer häufiger. Dessen sind sich alle bewusst, und alle wissen auch, dass sie in den kommenden zwei Partien das Überwintern in der Europa League im Optimalfall fast schon klar machen können. Ein Sieg am Donnerstag und ein Sieg im Rückspiel auf Zypern am 6. November, dazu parallel zwei Siege von Villarreal gegen Zürich, und Borussia wäre gemeinsam mit den Spaniern kaum noch einzuholen. "Wir müssen gewinnen, und ich bin auch überzeugt, dass wir gewinnen werden", sagt Mittelfeldspieler Granit Xhaka, im Moment der große Taktgeber in Gladbachs Spiel.

Mit den Erfolgen des Saisonstarts sind die Erwartungen im Umfeld naturgemäß gestiegen. Also sind Borussias Verantwortliche durchaus darauf bedacht, daran zu erinnern, dass auch eine Partie wie gegen Limassol erst einmal gewonnen werden muss. "Es ist ein sehr wichtiges Heimspiel. Da hoffe ich auf viel Unterstützung von den Fans, denn das werden wir benötigen, weil Limassol eine harte Nuss ist, die es zu knacken gilt", sagt Sportdirektor Max Eberl. Doch rechnet Borussia "nur" mit 35 000, 36 000 Fans - wenig für Gladbacher Verhältnisse und dann wohl doch der späten Anstoßzeit und dem folgenden Bayern-Spiel geschuldet.

Fragen zum Bayern-Spiel werden sie bei Borussia nach der EL-Partie nicht mehr ausweichen können. Die passendste Antwort wäre dabei ein Sieg in den 90 Minuten zuvor.

(RP)