Der Wechsel von Dimitri Pätzold zum EV Landshut schmerzt die Krefeld Pinguine

Keeper wechselt nach Landshut : Pätzolds Wechsel schmerzt die Pinguine

In Ingolstadt haben die Krefelder ihren siebten Auswärtssieg der Saison gefeiert, doch aufgrund ihrer Heimschwäche sind die Chancen auf Platz zehn nur noch theoretischer Natur. Grund sei der Druck vor heimischer Kulisse.

Die Auswärtsbilanz der Krefeld Pinguine stimmt. Die Auswahl von Trainer Pierre Beaulieu fuhr in Ingolstadt (4:1) bereits ihren siebten Dreier auf fremden Eis ein und belegt damit Platz neun der Auswärtstabelle. In der heimischen Yayla-Arena stehen erst vier Siege zu Buche. Wenn die Heimbilanz mit der Auswärtsbilanz mithalten könnte, wären die Pinguine immer noch ein Kandidat für die Pre-Play-offs. Jetzt sind die Aussichten auf Platz zehn in der Liga, der zur Teilnahme am Saisonhöhepunkt berechtigt, nur noch theoretischer Natur. Krefeld hat als Tabellenzwölfter 39 Punkte auf dem Konto, der Zehnte Nürnberg bereits 51 Zähler. Zwölf Punkte in noch 13 Restspielen aufzuholen, ist für die Krefelder eine kaum zu lösende Aufgabe.

Die Spieler tun sich auf der Suche nach Erklärungen schwer. Daniel Pietta sagt: „Zu Hause haben wir oft zu viel Druck. Wenn wir dann in Form eines Gegentreffers einen Rückschlag einstecken müssen, sind wir zu verkrampft. Auswärts passiert uns das nicht so häufig. Gerade zu Hause schenken uns die Gegner auch nichts und man muss auch sehen wie die Halle reagiert.“ Mit Blick auf das Wochenende ist Pietta aber optimistisch. „Wir wissen, wie wir am Freitag gegen Ingolstadt gewinnen können. Und am Sonntag ist der richtige Zeitpunkt, um mit 500 Fans auf der Sambafahrt in Bremerhaven den Fluch zu beenden und dort zu gewinnen.“ Vielleicht kommt ja dann auch noch mal Platz zehn in Reichweite.

Für Kapitän Torsten Ankert ist auch der Druck ein Grund für die miserable Heimbilanz. „Zu Hause wollen wir unseren Fans etwas zeigen wir sind, dann aber oft zu verkrampft. Die Gegner wollen uns offensiv auch nichts geben. Auswärts spielen wir einfacher“, sagt der Kapitän. Ein Lob hatte Ankert noch für seinen jungen Verteidigerkollegen Tom-Eric Bappert aus der U-23 des KEV parat, der am Sonntag zum ersten Mal in dieser Saison viel Eiszeit in der DEL bekam. „Tom hat das super gemacht, er hat sehr solide gespielt. Als er den Puck im letzten Drittel über die Bande beförderte und er dafür zwei Strafminuten kassierte, habe ich ihn gleich wieder aufgebaut. Das ist kein Thema, das passiert auch erfahren Spielern, habe ich zu ihm gesagt.“

Ein ganz erfahrener Spieler hat sich am Sonntag nach dem Spiel von der Mannschaft verabschiedet. Torwart Dimitri Pätzold wechselt mit sofortiger Wirkung zum EV Landshut in die DEL 2. Der sympathische Torhüter war im November 2017 aus Straubing nach Krefeld gekommen und stand 78 mal im Krefelder Tor. Sein Kapitän berichtete über die Verabschiedung: „Wir wussten, dass Dimi geht. Er hat am Sonntag nach dem Spiel noch eine Ansprache zur Mannschaft gehalten und nochmal seine Gründe erklärt. Wir sind traurig, dass er geht. Alle haben ihn gemocht. Er war immer mit Herzblut dabei und hat sein Bestes gegeben. Vor einem solchen Spieler muss man den Hut ziehen.“

Daniel Pietta stellte noch mal den Menschen heraus: „Dimi war nicht nur ein super Torwart, er war vor allem auch ein super Mensch. Seine ruhige Art auf dem Eis ist vielleicht manchmal falsch rüber gekommen. Wir finden es alle schade, dass er geht, aber wir haben Verständnis dafür, denn er muss an seine Zukunft und an seine Familie mit den beiden Kindern denken.“