Krefeld Pinguine: Dimitri Pätzold glänzt in seinem Abschiedsspiel beim ERC Ingolstadt

Überraschender Erfolg der Pinguine : 4:1-Sieg in Ingolstadt – Pätzold glänzt in seinem Abschiedsspiel

Die Pinguine setzten zwei Tage vor der Gesellschafterversammlung mit einem 4:1-Erfolg in Ingolstadt ein starkes sportliches Ausrufezeichen. Vor 4144 Zuschauern war der überragende Torhüter Dimitri Pätzold.

In seinem letzten Spiel für Krefeld war ein gutes Unterzahlspiel gegen die stärkste Überzahlmannschaft ausschlaggebend für den Erfolg.

Der Platz von Philipp Riefers im Bus nach Ingolstadt blieb leer. Der Verteidiger hatte am Freitag bei der 1:6-Pleite gegen Adler Mannheim trotz seiner Oberkörperverletzung noch mitgespielt, musste aber dann für das Spiel in Bayern passen. Für ihn verteidigte diesmal Tom-Eric Bappert. Ansonsten gingen die Pinguine unverändert aufs Eis. Im Tor stand erneut Dimitri Pätzold. Der angeschlagene Jussi Rynnäs blieb auf der Bank.

Die Pinguine kamen mit ihrem Minikader mit nur sechs Verteidigern und zehn Stürmer hellwach aus der Kabine und setzten die Gastgeber gleich unter Druck. Martin Schymainski scheiterte nach 59 Sekunden mit einem Rückhandschuss an Jochen Reimer. Eine Überzahl ließen die Krefelder ungenutzt. In der 9. Minute erzielte Laurin Braun an ehemaliger Wirkungsstätte die Führung. Der Treffer wurde von den gut 70 Krefelder Fans, darunter der Fan-Club Party-Pinguine mit ihren markanten gelben Perücken, besonders bejubelt, weil es das 100. Saisontor der Schwarz-Gelben war. Nach dem Ausgleich kam Ingolstadt besser ins Spiel, die Pinguine blieben aber mit ihren Kontern gefährlich.

Im Mitteldrittel blieben die Gastgeber am Drücker und kamen zu einigen Torgelegenheiten. Wurde es brenzlig, war der starke Pätzold auf dem Posten, wie auch in der 24. Minute gegen Darren Olver. Die Pinguine kamen erst ab der 30. Minute besser ins Spiel. Bruggisser schoss zunächst seinen Mannschaftskollegen Braun ab. Wenig später stand Niklas Postel alleine vor Reimer, konnte den Puck aber nicht ins Tor unterbringen.

Das Schlussdrittel begann Ingolstadt in Überzahl. Maurice Edwards scheiterte an Pätzold. In den letzten zehn Minuten machte dann die Top-Reihe der Pinguine den verdienten Sieg perfekt. In der 50. Minute erzielte Chad Costello nach wunderschönem Zuspiel von Torsten Ankert die 2:1 Führung. Der gleiche Spieler nutzte vier Minuten später eine glänzende Vorarbeit von Vinny Saponari zum 3:1. Saponari sorgte dann zwei Minuten vor Ultimo mit einem Schuss ins leere Tor für den Schlusspunkt. Torwart Dimitri Pätzold war nach der Schlusssirene der umjubelte Held, doch es war sein letztes Spiel für die Pinguine vor dem Wechsel zum Zweitligisten Landshut. „Die Gerüchte sind wahr“, sagte er. „Es wird in naher Zukunft passieren.“