Krefeld Pinguine unterliegen den Iserlohn Roosters mit 3:4 nach Penaltyschießen

13 Sekunden fehlten zum Sieg : Pinguine verlieren das kleine Westderby

Die Krefelder unterlagen im Heimspiel gegen die Iserlohn Roosters vor 5878 Zuschauern mit 3:4 nach Penaltyschießen. Torwart Jussi Rynnäs musste in der Verlängerung verletzt vom Eis.

Mit sehr viel Leidenschaft und Kampf begeisterten die Pinguine im kleinen Westderby gegen die Iserlohn Roosters ihre Fans, mussten sich aber nach einem überaus bitteren Ende mit 3:4 nach Penaltyschießen geschlagen geben. 13 Sekunden fehlten den Krefeldern zu drei verdienten Punkten, ehe die Gäste aus dem Sauerland noch den Ausgleich erzielten. Zu allem Übel musste Torwart Jussi Rynnäs in der Verlängerung verletzt das Eis verlassen. Hinterher meinte der Finne: „Alles ok.“ Mal abwarten, ob er erneut wegen einer Gehirnerschütterung pausieren muss. Das bittere Ende passte mal wieder prima zur Gesamtsituation der Pinguine.

Einen Erfolg verbuchten die Pinguine bereits vor dem Spiel. Denn durch die School-Kids-Aktion, die über 1500 Schulkinder anlockte, waren die Ränge beim Auftaktbully mit 5878 Zuschauern glänzend gefüllt.

Das Geschehen auf dem Eis riss zunächst keinen von den Sitzen. Dafür aber in der neunten Minute umso mehr. Denn Torsten Ankert, der vor dem Spiel für sein 700. DEL-Spiel geehrt wurde, krönte das Jubiläum mit der Führung. Sein Distanzschuss wurde von einem Iserlohner noch leicht abgefälscht (9.). Es entwickelte sich ein packendes Kampfspiel. Die Pinguine, die ohne den erkrankten Justin Hodgman auskommen mussten, überstanden Strafen gegen Chad Costello und Philip Riefers, weil Halmo einmal die Latte traf und zweimal an Torwart Jussi Rynnäs scheiterte.

Das Match blieb auch im zweiten Drittel ausgeglichen. Es gab Phasen, da setzten sich die Pinguine im gegnerischen Drittel fest, dann mal die Roosters. Dabei vergab Garrett Noonan eine gute Einschussmöglichkeit, auf der anderen Seite scheiterte Petan an Rynnäs.

In der 30. Minute stürzte Riefers bei einer Attacke gegen ihn aufs Eis, verletzte sich und musste für den Rest des Spiels passen. Er bekam in der Kabine nicht mit, wie Philipp Kuhnekath bei einem Konter nach Vorarbeit von Jeremy Welsh trickreich das 2:0 erzielte. Der Jubel der KEV-Fans war noch nicht verhallt, da sorgte Sutter für den Anschlusstreffer.

Im Schlussdrittel dauerte es bis zur 45. Minute, ehe Daniel Pietta nach einem schweren Fehler von Weidner alleine vor dem Iserlohner Tor stand, aber Jenike nicht überwinden konnte. Stattdessen fiel auf der anderen Seite der Ausgleich. Rynnäs konnte einen Schuss von MacQueen noch abwehren, doch gegen den Nachschuss von Rumble war er machtlos. Das Entsetzen bei den KEV-Fans dauerte nicht lange, denn nur 39 Sekunden später brachte Welsh die Pinguine mit einem platzierten Schuss ins lange obere Eck wieder in Führung. Dann erhitzen sich die Gemüter. O` Conner stoppte Pietta in Ringermanier. Die Pinguine konnten die Überzahl nicht nutzen. So blieb es weiter spannend. Trainer Pierre Beaulieu bündelte in den letzten zehn Minuten die Kräfte. Er begnügte sich mit nur vier Verteidigern und acht Stürmern. Vier Minuten vor dem Ende musste Pietta auf die Strafbank. Iserlohns Trainer O` Leary nahm seine Auszeit und nach Hälfte der Überzahl seinen Torwart vom Eis. Die Pinguine überstanden die Unterzahl und stemmten sich in den letzten 60 Sekunden des Spiels mit großem Kampf vergeblich gegen den Ausgleich. 13 Sekunden vor der Schlusssirene lenkte Sutter den Puck in die Krefelder Maschen.

In der Verlängerung dann der nächste Dämpfer für die Pinguine. Torwart Jussi Rynnäs verletzte sich bei einer Rettungsaktion. Verteidiger Phillip Bruggisser hatte ihm mit seinem Knie am Kopf erwischt. Der Finne musste in die Kabine gebracht werden (63.). Beide Teams konnten einige guten Torchancen nicht nutzen. So ging es ins Penaltyschießen. Dort traf für die Pinguine nur Saponari, für die Roosters MacQueen und Sutter.