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Weltraummission: Rückkehr der Discovery offenbar nicht gefährdet

Weltraummission : Rückkehr der Discovery offenbar nicht gefährdet

Houston (rpo). Noch immer ist unklar, wie gravierend die Schäden an der Raumfähre Discovery sind. Nachdem beim Start des Space Shuttles ein Stück der Außenhaut abgeplatzt war, vermuten Experten, dass das Teil einen Flügel der Discovery beschädigt haben könnte. Derweil ist klar, dass die Rückkehr der US-Raumfähre "Discovery" zur Erde offenbar nicht gefährdet ist.

Ein Flügel sei zwar möglicherweise beim Start von einem kleineren Stück Isolierschaum getroffen worden, Anlass zur Sorge gebe es aber nach Ansicht der Techniker nicht, erklärte der stellvertretende Leiter des Shuttle-Programms, Wayne Hale, in Houston. Die Astronauten begannen am Freitag mit dem Entladen der rund 13 Tonnen Nachschub, die sie zu Internationalen Raumstation (ISS) gebracht haben.

Erst bei der Analyse der Daten und des Bildmaterials der Überwachungskameras beim Start am Dienstag war aufgefallen, dass neben einem großen Stück Isolierschaum der externen Tanks auch mehrere kleinere abgebrochen waren, von denen eines die empfindliche Außenhaut der "Discovery" getroffen haben könnte. Erst in einigen Tagen wird das endgültige Ergebnis der Sicherheitsüberprüfung vorliegen.

Elf Bereiche

Die NASA-Experten haben insgesamt elf Bereiche am Shuttle ausgemacht, die noch einmal eingehend auf mögliche Schäden überprüft werden sollen. Neun davon sollten am Freitag mit einer speziellen Verlängerung für den Roboterarm der Raumfähre überprüft werden, zwei weitere wollten die Astronauten Stephen Robinson und Soichi Noguichi am Samstag bei einem Außenbordeinsatz in Augenschein nehmen.

Seit der "Columbia"-Katastrophe vor zweieinhalb Jahren, als ein Stück Isolierschaum den Hitzeschutzschild so beschädigt hatte, dass die Raumfähre bei der Rückkehr zur Erde auseinander brach und verglühte, ist die NASA äußerst vorsichtig. Die anhaltenden Probleme mit dem Isolierschaum haben die NASA auch dazu bewogen, alle Shuttle-Starts bis auf weiteres abzusagen. Wann wieder eine Raumfähre ins All startet, ist unklar.

Weitere Mission noch in diesem Jahr

NASA-Direktor Michael Griffin sagte am Freitag, er habe das Ziel nicht aufgegeben, noch in diesem Jahr eine weitere Raumfähre ins All zu schicken. Er habe ein Expertenteam eingesetzt, das das Problem so rasch wie möglich lösen solle. "Wir denken nicht, dass dies eine langwierige Sache sein wird", sagte Griffin bei einer Telefonkonferenz aus dem NASA-Hauptquartier in Washington zu Journalisten in Houston.

Die "Discovery" dockte am Donnerstag erfolgreich an der ISS an. Die Shuttle-Mannschaft wurde von der ISS-Besatzung, dem Amerikaner John Phillips und dem Russen Sergej Krikalow, herzlich begrüßt. Die "Discovery" soll am 7. August zur Erde zurückkehren.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Die Discovery startet ins All

(afp)