Xanten: Baurarbeiten an Heinrich-Lensing-Straße

Xanten: Kabelwirrwarr verzögert Straßensanierung

Überraschungen unter der Heinrich-Lensing-Straße werfen Arbeiten zurück. Anfang August wird geteert.

Da kann die Sanierung einer Straße noch so gut durchgeplant sein, beim Ausheben des Erdreichs stoßen die Bagger auf unliebsame Überraschungen. „Erhebliche Erschwernisse“ nennt der Vorstand des Dienstleistungsbetriebs (DBX), Harald Rodiek, die Funde unter der Heinrich-Lensing-Straße. Sie führen dazu, dass sich die Sanierung für die ersten beiden Bauabschnitte zwischen Kreisel und Landwehr um zehn beziehungsweise sechs Wochen verzögert. Nun wird es August.

„Wir haben in der Kreuzung mit Landwehr und Finkenweg viele Kabel gefunden, die nicht oder an anderer Stelle in den Plänen vermerkt waren“, erläutert er den Grund, warum das Teeren vom Kreisel am Schulzentrum in Richtung Landwehr dem Zeitplan weit hinterherhinkt. Für solche Leitungen stehen zwar unterirdische Trassen zur Verfügung. Doch einige Unternehmen haben sich bei der Verlegung vor Jahrzehnten nicht daran gehalten. „Es ergaben sich viele und große Abweichungen“, so Rodiek. „Eine solche Situation ist in Knotenpunkten besonders folgenreich. Dort treffen sich auch Abwasser- und Regenkanäle.“ Kommen an die Stellen zum Beispiel die Telekommunikationsleitungen, Zuleitungen für Funkmasten und Glasfaserkabel hinzu, werde es eng. „Dann müssen Sonderlösungen gefunden werden. Das erfordert Detailarbeit und Zeit.“

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Inzwischen ist der Unterbau der Fahrbahn im unteren Teil der Heinrich-Lensing-Straße wieder hergestellt. Gehwege und Parkstreifen sind fertig oder werden es im Teil zwischen Landwehr und Hochbruch im Laufe des Monats. Anfang August wird fünf Tage geteert. In der Zeit müssen Anwohner abschnittsweise mit Sperrungen rechnen. Rodiek: „Danach ist der Abschnitt von der Emil-Barth-Straße bis zum Hochbruch wieder normal befahrbar.“

Mit dem vorletzten Bauabschnitt zwischen Hochbruch und Wilskamp hat das Bauunternehmen schon begonnen. Auch dort ist mit Teil- und Vollsperrungen zu rechnen. Ab September möchte der DBX die Fahrbahn asphaltieren sowie Gehwege und Parkstreifen pflastern. Falls das Wetter passt und keine weiteren Erschwernisse auftreten, rechnet Rodiek mit einem voraussichtlichen Ende der Arbeiten im Dezember. Die Fertigstellung der letzten Teilstrecke bis zum Augustring erfolgt vermutlich bis zum Frühjahr. Die Sanierung kostet 5,5 Millionen Euro.