1. NRW
  2. Städte
  3. Xanten

Xanten: FoX fordert Mülleimer mit Dach auch in den Ortsteilen

Maßnahme gegen Krähen in Xanten : FoX fordert Mülleimer mit Dach

Die Wählergemeinschaft FoX kritisiert das Aufstellen eines offenen Abfallbehälters in Xantens Ortsteil Vynen. Damit würde ein Futterplatz für die Krähen geschaffen, moniert sie und fordert Behälter mit Dach.

Die Wählergemeinschaft Forum Xanten (FoX) fordert, dass in der Stadt und in den Ortsteilen nur noch Abfalleimer mit einer Abdeckung aufgestellt werden, wenn alte Behälter auszutauschen sind. Dadurch solle den Krähen die Suche nach Lebensmittelresten erschwert werden, sagt der FoX-Fraktionsvorsitzende Tanko Scholten. Offene Behälter seien Futterplätze für die Vögel, die Tiere würden dadurch angelockt. In der Innenstadt seien offene Mülleimer auch schon durch geschlossene Exemplare ersetzt worden, aber anderswo in Xanten würden immer noch offene Modelle aufgestellt, zum Beispiel am Vynener Rheindamm, obwohl es dort ebenfalls Krähennester gebe, kritisiert Scholten. „Das darf doch wohl nicht wahr sein.“

Nach Angaben des Dienstleistungsbetriebs Xanten (DBX) hatte am Rheindamm ein alter Mülleimer kurzfristig ausgetauscht werden müssen, weil der Boden durchgerostet war. Zunächst sei ein offenes Modell als Ersatz gewählt worden, erklärte der DBX: Es werde aber geprüft, ob ein überdachter Abfalleimer genommen werde könne. Die Müllbehälter, die in der Innenstadt installiert wurden, seien allerdings teurer. Vor einem Jahr hatte der DBX angekündigt, dass er 2020 und 2021 insgesamt 40.000 Euro für die Anschaffung von überdachten Abfalleimern einplant. Dafür sollten bis zu 60 Mülleimer angeschafft werden, um sie im Umfeld des historischen Stadtkerns aufzustellen. Die Überdachung soll den Krähen die Nahrungssuche erschweren, so dass die Müllbehälter und die Umgebung für die Vögel weniger attraktiv sind.

Die Krähen nisten an mehreren Stellen in Xanten. Anwohner beklagen sich über Lärm und Kot auf Wegen, Wänden und Fahrzeugen. Die Saatkrähe steht aber unter besonderem Schutz. Maßnahmen gegen sie oder ihre Nester müssen vom Kreis Wesel als Unterer Naturschutzbehörde genehmigt werden. Die Stadt hat deshalb einen Gutachter damit beauftragt, ein Konzept für eine Vergrämung der Vögel von besonders stark betroffenen Stellen zu entwickeln.

(wer)