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Tourismus in Xanten: Die neuen TIX-Rekorde

Tourismus in Xanten : Die neuen TIX-Rekorde

Peter Friese und seine Mitarbeiter sorgen unbürokratisch dafür, dass die Gäste sich in der Stadt wohlfühlen – mit Angeboten aus einer Hand zum Beispiel.

Peter Friese und seine Mitarbeiter sorgen unbürokratisch dafür, dass die Gäste sich in der Stadt wohlfühlen — mit Angeboten aus einer Hand zum Beispiel.

Die Saison hat begonnen. Allerorten in der Stadt wandern Besuchergruppen einher. Die Tourist Information Xanten (TIX) ist gerüstet, erklärt deren Geschäftsführer Peter Friese.

Gestern gab es wieder einmal ein großes Sprachgewirr in Xanten...

Peter Friese: Ja, Engländer, Franzosen, in der Hauptsache aber Niederländer und Deutsche kommen jetzt wieder vermehrt in die Stadt, mit Beginn der Schönwetterperiode und zum Ende des Schuljahres zum Beispiel im Rahmen des Geschichts- und Lateinunterrichts. Dann haben wir zeitweilig 100 Führungen am Tag. Im APX waren es allein im vergangenen Jahr 5169, davon mehr als 50 Prozent Schülergruppen.

In Stärken von gut 30 Personen?

Friese: Noch, ja, demnächst werden wir aber sicher neue Rekorde aufstellen, weil im neuen RömerMuseum nur 15 Personen für eine Führung möglich sind. Wir freuen uns natürlich über die große Zahl von Jugendlichen. So etwas bindet. Die kommen mit ihren Eltern oder später mit der eigenen Familie oder zum Klassentreffen wieder. Das zeigen Untersuchungen.

Welche Art von Führungen vermittelt die TIX denn?

Friese: Seit 1982 eigentlich alle, die in Xanten möglich sind: Fachführungen im APX und im RMX, Themenführungen im Park, Stadtführungen zum Beispiel mit dem Nachtwächter, Klompengang sowie ein Rundgang mit dem Brunnenweib. Seit neuestem liegt auch die Vermittlung der Domführungen allein in der Zuständigkeit der TIX. 80 Prozent aller Führungen in Xanten laufen über uns. Inzwischen kann die TIX mit ihren drei festen Mitarbeitern und vier Aushilfskräften auf 40 Gästebetreuer zurückgreifen.

Dabei sind Führungen gar nicht der wichtigste TIX-Posten.

Friese: Sicherlich der arbeitsintensivste, aber —nicht der bedeutendste. Wir beschäftigen uns vor allem mit dem Teil der geschätzten 850.000 Touristen, die in die Stadt kommen und etwas erleben wollen. Dieser Gruppe bieten wir ständig neue Pauschalangebote, unsere ErlebnisReisen, an. Ein großer Arbeitsaufwand fließt auch in den Kartenvorverkauf zum Beispiel für die Sommerfestspiele.

Und das die ganze Woche über...

Friese: Sieben Tage die Woche, 60 Stunden. Und wenn die Stadt voller Gäste ist, auch länger. Die Gäste wollen Infomaterial, also bekommen sie es von uns. Dafür haben wir über 20 Flyer, eine Stadtkarte und den Stadtführer "Xanten erleben". Mit dem sind wir in diesem Jahr spät dran. Er finanziert sich durch Anzeigen, und das zog sich etwas hin. Aber er kommt — mit allen brandaktuellen Daten.

Auch zu Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen...

Friese: ...die wir schließlich auch vermitteln. Gerade in diesem Bereich zeigt sich allerdings ein Trend weg von brieflichen telefonischen Anfragen und Buchungen. Das Internet spielt heute eine immens wichtige Rolle. Allein 2007 hatten wir fast sechs Millionen Zugriffe auf unsere fünfsprachigen barrierefreien Seiten. 16.000 Zugriffe am Tag sind eine ganze Menge, und über diesen Weg werden inzwischen die meisten Zimmer gebucht.

Und auf welche Höhepunkte können Gäste — und Xantener — in diesem Jahr hoffen?

Friese: Nach dem mittelalterlichen Siegfriedspektakel und der Ausstellung von Sandskulpturen, die noch viele Wochen lang Gäste anziehen werden, ist der Tag der Begegnung mit 20 000 Besuchern immer ein Höhepunkt. Dann gibt es noch Pannekiekers Kochfest, die Kartoffelkirmes, das Einkaufsevent Xantener Mittsommer, das schottische Festival, das Stadtfest, das Kunstfest KleinMontMartre, das große Silvesterkonzert und den Weihnachtsmarkt. Die wichtigste überregionale Ausstrahlungskraft haben nach wie vor die Sommerfestspiele. In Xanten ist immer etwas los. Und das ist gut so.

Heinz Kühnen führte das Gespräch

(RP)