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Xanten: So bunt wie das Rheinland

Xanten : So bunt wie das Rheinland

„So bunt ist das Rheinland“ lautete das Motto des Kulturprojektes des NRW-Landesverbandes der Deutschen Jugend in Europa (djo), das 180 Kinder und Jugendliche sowie junggebliebene Erwachsene aus ganz NRW am Niederrhein zusammenführte. Ebenso bunt war der Folklorenachmittag, den die Gäste in der Wardter Jugendherberge präsentierten. Jung und alt musizierten, tanzten und sangen in sieben Folkloregruppen und zeigten neben rheinischen Tänzen und Liedern, die sie in Workshops einstudiert hatten, auch Auszüge aus ihrem breiten Repertoire.

Humor und Lebensfreude

Der Saal in der Jugendherberge war gut gefüllt. Viele Xantener hatten sich vom Auftritt der Gruppen auf der Kirmes zu einem Besuch beim „Rheinischen Kulturnachmittag“ motivieren lassen. Der Weg hatte sich gelohnt. Die Gruppen boten ein abwechslungsreiches Programm mit viel Schwung, Humor und Lebensfreude.

Auch von den Tänzern konnten einige nicht genug bekommen: Obwohl die Gruppen sich abwechselten, tauchten hier und da dieselben Gesichter auf. Sich unter die anderen Ensembles zu mischen, war ausdrücklich erwünscht, denn beim Kulturprojekt standen die Begegnung und das gegenseitige Kennenlernen im Vordergrund.

Den Anfang machte die Kindergruppe vom Folklorekreis Eurode Herzogenrath. Die „Quieselchen“ führten unter anderem einen französischen Schärpentanz auf, bei dem sie Bänder in den Nationalfarben Blau, Weiß und Rot miteinander verflochten. Beim „Hollandtanz“ trugen die Kleinen zu ihrer Tracht weiße Häubchen und Fischermützen. Im Workshop hatten die „Quieselchen“ das rheinische Lied „Wenn der Topf aber nun ein Loch hat“ eingeübt. Für die schauspielerischen Einlagen gab es extra viel Applaus. Die „Bunkerbären“ Düsseldorf heißen so, weil sie in einem ehemaligen Kriegsbunker proben. Die altersgemischte Gruppe führte viele schwungvolle Tänze mit klangvollen Namen wie „Travemünder Quadrille“ und „Insterburger Viergespann“ auf.

In Trachten aus Pommern

Die mit sechzig Kindern und Erwachsenen stärkste Gruppe waren die Danzdeel Salzkotten. In pommerschen Trachten brachten Jung und Alt richtig Tempo in den Saal. Die Folkloregruppe Gütersloh folgte mit deutschen und internationalen Tänzen, darunter eine Pariser Polka. In der Kinderspielschar NRW fanden sich Kinder aus den verschiedenen Gruppen zusammen. Auch die Landessing- und Spielschar „Klingende Windrose“ und die Erwachsenengruppe des Folklorekreises Eurode zeigten Tänze.

Info In den kommenden Jahren sind weitere Projekte in anderen Regionen von NRW geplant. Jugendkulturarbeit ist ein Tätigkeitsschwerpunkt des 1951 als „Deutsche Jugend des Ostens“ (DJO) gegründeten Vereins.

(RP)