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Wie Wülfrath doch noch St. Martin feiern will

Brauchtum : Wie Wülfrath doch noch St. Martin feiern will

Die Förderungsgemeinschaft St. Georg und die Kirchengemeinde St. Maximin als Veranstalter kündigen ein Martinsvideo und ein rund um St. Martin dekoriertes Schaufenster an und wollen Weckmänner verteilen.

(RP) Der Martinszug durch Wülfraths Innenstadt, seit 42 Jahren von der Förderungsgemeinschaft St. Georg und der Kirchengemeinde St. Maximin veranstaltet, muss in diesem Jahr Pandemie-bedingt ausfallen. Das war bereits Anfang September beschlossene Sache. Denn es sei unmöglich, ein Hygiene- und Schutzkonzept für den Zug mit rund 2500 Teilnehmern zu erarbeiten, hatte die Gemeinschaft damals – schweren Herzens – mitgeteilt.

Das Thema hat ihr allerdings keine Ruhe gelassen und sie begab sich umgehend auf die Suche nach Alternativen, um doch noch ein wenig Martin feiern zu können, berichtet Jürgen Ahrweiler von der Gemeinschaft. Es gehe schließlich darum, die Tradition und das Brauchtum um St. Martin zu erhalten. Mitte September war die Ideenfindungsphase dann beendet und die Aktiven einigten sich bald darauf, erstens ein Martinsvideo zu erstellen, zweitens ein Schaufenster rund um St. Martin zu dekorieren und drittens Weckmänner zu verteilen.

Mitglieder der Förderungsgemeinschaft hatten sich am Reitsportzentrum Volmer an der Bergstraße getroffen, um das Videos zu verwirklichen. „Mit dabei waren Martin Volmer als Martin, Musiker des evangelischen Posaunenchores Edelstein, eine größere Gruppe von Wölflingen des Stammes Franken Wülfrath und ein Feuer mit Bettler“, berichtet Ahrweiler. Alle Teilnehmer hätten in kleinem Rahmen einen feierlichen Zug mit Mantelteilung ergeben. Gedanken zu St. Martin steuerte Monsignore Herbert Ullmann bei, leitender Pfarrer von St. Lambertus Mettmann und der katholischen Kirchengemeinde St. Maximin Veröffentlicht wird das Video am 11. November um 17.15 Uhr in lokalen digitalen Medien.

Die Förderungsgemeinschaft hofft, dass Familien sich das Video anschauen und im Anschluss mit Kindern und Fackeln einen Spaziergang durch ihr Viertel machen. Als weitere Aktion wird in der Fußgängerzone im ehemaligen Geschäft „Die Masche“ an der Wilhelmstraße ein Schaufenster rund um die Geschichte von St. Martin dekoriert.

„Damit wollen wir vom 4. bis 21. November erneut über den Ausfall des Martinszugs in Wülfrath informieren und für das Thema Martin sensibilisieren“, erläutert Ahrweiler. Als dritte Aktion werde die Förderungsgemeinschaft vom 9. bis 11. November rund 550 Weckmänner an einige Einrichtungen wie Wülfrather Tafel, Bewohner und Pflegepersonal der Altenheime im Haus-August-von-der Twer und dem Haus Luise-von-der-Heyden verteilen.

„Für 42 Jahre Unterstützung wollen wir mit einem Weckmann weiterhin Dank sagen, der Freiwilligen Feuerwehr, dem Bauhof, der Polizei und dem Deutschen Roten Kreuz.Unser besonderer Dank gilt einigen Wülfrather Unternehmen, die uns bei der Organisation und Durchführung der drei Alternativen finanziell unterstützten“, sagt Jürgen Ahrweiler.