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Wermelskirchen Dorf-Kirchplatz wird zum Konzert-Garten

Blasorchester Dabringhausen musiziert : Dorf-Kirchplatz wird zum Konzert-Garten

Ein zehnköpfiges Ensemble des Blasorchesters Dabringhausen spielt vor 131 Besuchern beim zünftigen Frühschoppen auf. Das vierstündige Programm – mit Pausen– begeisterte.

Die „Garten-Polka“ wurde zum Synonym für das Konzert eines zehnköpfigen Ensembles des Blasorchesters Dabringhausen. Denn der Platz zwischen evangelischer Dorfkirche und Restaurant „Markt 57“ mutete mit aufgestellten Bierzelt-Garnituren unter Pavillons tatsächlich wie ein größerer heimischer Garten an, in dem sich Musiker und Besucher in Gruppen zu maximal zehn Personen zusammen fanden. Unter der Leitung von Robert Schwenk, der auch die Idee zum „Corona-Konzert“ des Ensembles hatte, spielte die Blasorchester-Delegation mit Pausen fast vier Stunden auf. Die Besucher dankten es den Musikern mit energiegeladenem Applaus – fast so, als wollten sie die beifallarme Zeit der vergangenen Wochen bei dem zünftigen Frühschoppen an nur einem Tag wieder aufholen.

„Das Hygiene-Konzept mit zugewiesenen Sitzplätzen, getrenntem Ein- und Ausgang auf und vom Platz sowie Service am Tisch funktioniert. Die Leute nehmen das problemlos und wohlwollend auf“, sagte Lars Hartmann im Gespräch mit unserer Redaktion. Hartmann gehörte mit unter anderem Heiko Cürlis und Reinhard Mrozek zu den ehrenamtlichen Helfern, die das „Markt 57“-Team bei der Vorbereitung und Umsetzung des zünftigen Frühschoppens unterstützten – insbesondere im Hinblick auf die erhöhten Anforderungen durch die Corona-Regeln. „Wenn ein Besucher einen Mund-Nasen-Schutz für den Weg über den Platz zu seinem Platz oder zur Toilette vergessen hatte, was in wenigen Fällen passiert, hatten wir am Eingang dafür Masken parat liegen“, erläuterte Reinhard Mrozek.

Lediglich von der einen oder anderen „tief fliegenden“ Wespe gestört, spielte das Blasorchester-Ensemble auf. Brachte mit Liedern wie „Polka mit Herz“ genauso ruhigere Kompositionen des Genres zu Gehör wie auch „Mit-Klatsch“-Hits wie „Rosamunde“. Bei „Böhmische Liebe“ legten Robert Schwenk seine Trompete und Ralf Steinhaus seine Klarinette zur Seite und stimmten als Duo den Liedtext an. Diese Abwechslung honorierte das Publikum mit Jubelrufen.