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Mönchengladbach: „Shpil, Klezmer, shpil!“ im Garten des BIS-Zentrums

Auftritt im BIS-Garten : Publikum singt und klatscht bei Klezmer-Konzert mit

Sommerliche Temperaturen, ein weitläufiger Garten mit einem alten Baum und dazu Musik, die gute Stimmung macht. Das Publikum im BIS-Zentrum war begeistert vom Auftritt des Ensembles „Shpil, Klezmer, shpil!“.

Bei der „Klez- & Jazz-Matinee“ im Garten des BIS-Zentrums gab das Ensemble „Shpil, Klezmer, shpil!“ einen Einblick in die musikalische Vielfalt des Klezmer. Im weitläufigen Grün des BIS-Gartens hatten sich zahlreiche Gäste eingefunden, um die Darbietungen des Ensembles zu verfolgen – natürlich unter Wahrung der Corona-Abstandsregeln. Beschattet vom Blätterdach der 120-jährigen Buche stimmte die Band das namensgebende Stück an. Dessen Textzeile gab zugleich das Motto dieses Sommervormittags vor: „Die ganze Welt ist ja so schön, wenn der Klezmer immer spielt.“

Sobald Horst Couson die Melodie auf der Klarinette vorgab, setzte nicht nur die Band nach wenigen Takten ein, auch das Publikum sang und klatschte immer wieder wohlgelaunt mit. Die charakteristische Melange des Klezmer, jene Mischung aus wehmütig-balkanesken Klängen, fröhlicher Tanz-Polka und swingenden Jazz-Akkorden  – die neunköpfige Formation präsentierte sie mit ansteckender Spielfreude. 

Zwischenzeitliche Ausflüge in Jazz-Standards oder den Gypsy-Swing eines Django Reinhardt bewältigte die Band spielerisch. Das ist um so bemerkenswerter, weil „Shpil, Klezmer, shpil!“ ausschließlich aus Amateur-Musikern besteht, wie Couson erklärte. Außer dem erfrischenden Ensemblespiel beeindruckte die markante und gefühlvolle Darbietung von Sängerin Gretchen Polonskij in jiddischer und hebräischer Sprache. Sogar Rockfans kamen auf ihre Kosten, wenn Gitarrist Aleksander Shneyder seiner Westerngitarre per zugeschaltetem Verzerrer das ein oder andere lupenreine Rockgitarren-Solo entlockte. Der Beweis wurde eindeutig erbracht: Klezmer macht Freude!