Fabian Wiegers neuer Trainer beim ASV Süchteln, Andreas Schwan für zwei weitere Jahre beim SC Union Nettetal

Fußball : ASV holt Wiegers, Nettetal hält Schwan

Zwei spannende Trainerpersonalien bei Fußballvereinen aus dem Grenzland sind geklärt. Landesligist Süchteln macht dem VfR Fischeln Fabian Wiegers abspenstig, Oberligist SC Union verlängert für zwei Jahre mit Andreas Schwan.

Die Parallelen sind unübersehbar. Sowohl Andreas Schwan als auch Fabian Wiegers arbeiteten lange als Jugendtrainer, bevor sie in jungen Jahren ziemlich abrupt Verantwortung im Seniorenfußball übernahmen. Übers Wochenende hat sich ergeben, dass die beiden jetzt den nächsten Schritt in ihrer Trainerlaufbahn gehen. Etwas ganz Neues macht Wiegers, der im Sommer nach nur einer Saison den Landesligisten VfR Krefeld-Fischeln verlässt, um beim Ligakonkurrenten ASV Süchteln die Nachfolge von Heinrich Losing anzutreten. Andreas Schwan will den erfolgreichen Weg beim Oberligisten SC Union Nettetal fortsetzen. Bei der Weihnachtsfeier der Nettetaler verkündete er, dass er seinen Vertrag entgegen sonstiger Gepflogenheiten gleich um zwei Jahre verlängert.

Beim ASV Süchteln bestand Handlungsbedarf, weil Erfolgstrainer Heinrich Losing, unter dem der Verein die Landesliga-Rückkehr schaffte, schon seit Längerem den Wunsch hinterlegt hatte, trotz eines bis 2020 laufenden Vertrages zum Gruppe-2-Landesligisten SV Sonsbeck zu wechseln. Zum einen liegt die Sonsbecker Anlage quasi vor der Haustür des Kamp-Lintforters, zum anderen ist der SVS aktuell Tabellenzweiter und bietet so die Perspektive, eventuell in der Oberliga trainieren zu können. „Wir waren uns einig, dass wir - weil wir immer sehr offen und auch freundschaftlich mit Heinrich umgegangen sind und weiterhin umgehen - ihm seinen Wunsch erfüllen möchten“, meinte ASV-Abteilungsleiter Philipp Hilleke. Am Wochenende machten Süchteln und Sonsbeck den Wechsel endgültig fix. Wohl auch, weil der ASV eine Einigung mit dem aus Kaldenkirchen kommenden Wiegers erzielen konnte. „Nach den Gesprächen, die wir mir Fabian geführt haben, sind wir davon überzeugt, dass er die erfolgreiche Arbeit von Heinrich fortsetzen wird. Er war in den Gesprächen sehr überzeugend. Er hat klare Vorstellungen und ist ein Typ, der nach Süchteln passt“, erklärte Hilleke. Ein Wiedersehen wird es für Fabian Wiegers in Süchteln mit Co-Trainer Toni Lanz geben, mit dem er schon bei seiner ersten Station als Seniorentrainer bei Fortuna Dilkrath zusammengearbeitet hatte.

Andreas Schwan hält dem SC Union Nettetal die Treue. Foto: Ostermann, Tom (tost)

Auch das restliche Trainerteam mit Vereinslegende Peter Vootz und Torwarttrainer Till Kohnen soll nach Vorstellung der Verantwortlichen beim ASV bleiben. Doch bevor Wiegers im Sommer kommt, wollen die Süchtelner zunächst noch den Klassenverbleib packen. Nach einer bislang durchwachsenen Spielzeit beträgt der Vorsprung auf die ersten Abstiegsplätze nämlich nur zwei Punkte.

Um den Klassenverbleib geht es auch für Union Nettetal, allerdings eine Klasse höher in der Oberliga. Nach einer bislang starken Runde sieht es allerdings gut aus, auch wenn die Teams in der unteren Tabellenhälfte nah beieinanderliegen. Die Nettetaler verabschiedeten sich mit dem Sieg bei ETB SW Essen in die Winterpause und sorgten für einen weiteren emotionalen Höhepunkt, der bei der anschließenden Weihnachtsfeier von Andreas Schwan mit der verkündeten Vertragsverlängerung perfekt ergänzt wurde. „Das haben wir uns gewünscht. Wir sind sehr mit der Arbeit von Andy zufrieden und haben noch etwas vor“, sagte Union-Abteilungsleiter Dirk Riether, „jetzt sprechen wir mit dem Rest des Trainerteams und versuchen, die Mannschaft zusammenzuhalten.“

Andreas Schwan ist froh, dass seine Zukunft zeitig geklärt ist, und er sich nach der Weihnachtspause mit dem Beginn der Vorbereitung am 8. Januar voll auf das Projekt Klassenverbleib stürzen kann. „Es gab auch andere Angebote, aber Nettetal war der erste Ansprechpartner für mich“, erklärte der 33-Jährige, der auch in Nettetal lebt. Mit der Verlängerung gleich um zwei Jahre wollte er nach außen ein Zeichen setzen. „Unser gemeinsamer Weg ist noch nicht am Ende.“

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