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Markus Keppeler beschäftigt Union Nettetal und den ASV Süchteln

Fußball-Oberliga : Keppeler vor Abflug bei Union Nettetal

Markus Keppeler sieht beim Fußball-Oberligisten offenbar keine Perspektiven mehr. In der vergangenen Woche ließ er die Verantwortlichen wissen, dass er nicht mehr zur Verfügung steht. Ein mögliches Ziel ist Landesligist ASV Süchteln.

Von den drei am höchsten spielenden Fußball-Teams aus dem Grenzland läuft es für zwei gerade überhaupt nicht gut. Während der ASV Süchteln in der Landesliga seit Saisonbeginn unter seinen Möglichkeiten bleibt, ist Oberliga-Aufsteiger Union Nettetal nach einem Traumstart mit nun vier Niederlagen in Folge auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Neben der sportlichen Erfolglosigkeit gibt es seit der vergangenen Woche aber noch eine weitere Gemeinsamkeit: In beiden Vereinen ist ziemlich überraschend die Personalie Markus Keppeler ein Thema.

Ausgangspunkt war laut Dirk Riether, Fußball-Abteilungsleiter der Nettetaler, ein Treffen zwischen ihm und dem Offensivspieler vor einer Woche. Da teilte ihm Keppeler mit, dass er nicht mehr für die Erstvertretung in der Oberliga spielen wolle. Die Mannschaft erfuhr dann am Freitag vor dem Abschlusstraining für die Partie beim 1. FC Monheim davon. Ziemlich schnell machte dann auch die Runde, dass Keppeler beim ASV Süchteln anheuern wolle. Doch ASV-Coach Heinrich Losing betonte, dass davon noch keine Rede sein können. Über seinen Spieler Kai Schürmann habe es die Anfrage von Keppeler gegeben, ob er beim ASV trainieren könne. „Grundsätzlich habe ich einen Spieler dieser Qualität natürlich gerne beim Training. Doch ich habe direkt mit Nettetals Sportlichem Leiter Dennis Treker Kontakt aufgenommen, um keine Irritationen aufkommen zu lassen“, erklärte Losing. „Ich weiß gar nicht, wie Markus sich das vorstellt und was er möchte. Ich muss zunächst mal mit ihm sprechen.“

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Keppeler selbst war am Montag nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. „Die Einsatzzeiten sprechen eine klare Sprache“, sagte Dirk Riether auf die Frage nach den Gründen für den Abschied des 26 Jahre alten Offensivspielers nach über fünf Jahren bei den Nettetalern. Schon in der Aufstiegssaison war er auch wegen einer langwierigen Verletzung nicht mehr unumstrittener Stammspieler gewesen und soll sich mit Abwanderungsgedanken getragen haben, doch in der laufenden Spielzeit kommt er in der Meisterschaft nur auf fünf Einsätze. Gegen Kleve (0:1) stand er nur einmal in der Startelf, ansonsten wurde er viermal eingewechselt.

Wobei es nach einer so langen und erfolgreichen Zusammenarbeit doch eher ungewöhnlich ist, dass ein Spieler mitten in einer Halbserie die Brocken hinschmeißt und so gar keine Möglichkeit mehr hat zu spielen, anstatt zumindest bis zum Winter weiter auf seine Chance zu warten und dann eventuell einen Wechsel anzustreben. Das riecht eher danach, als gebe es tiefer sitzende Gründe, etwa Unstimmigkeiten mit Coach Andreas Schwan. Doch davon wollte Dirk Riether nichts wissen. „Markus hat zwar angemerkt, dass er das Gefühl hat, dass der Trainer ihm nicht vertraut. Aber endgültig ist noch gar nichts. Ich spreche die Woche noch mal mit ihm. Ich schließe nicht aus, dass er noch für unsere Reserve oder sogar in der Oberliga spielt.“

Im möglichen Abgang von Keppeler sowie den bereits zuvor abgewanderten Tobias Gorgs (VSF Amern) und Moritz Münten (Fortuna Dilkrath) sieht Dirk Riether auch keine Anzeichen für einen schwindenden Zusammenhalt bei Nettetal, der jetzt auch noch von schlechten Ergebnissen flankiert wird. „Ich habe immer gesagt, dass auch schlechte Phasen kommen und dass es für uns nur um den Klassenverbleib geht. Und da wird es am Zusammenhalt nicht scheitern. Wir müssen noch enger zusammenrücken und uns wieder für unseren Aufwand belohnen“, sagte Riether

Viel Aufwand und wenig Ertrag haben jüngst auch die Süchtelner gehabt. Ob in der Rückrunde Markus Keppeler helfen wird, dieses Missverhältnis zu verbessern, darüber will ASV-Coach Heinrich Losing aktuell nicht nachdenken: „Klar ist Markus ein toller Spieler. Aber wir haben Vertrauen in unsere Spieler und hoffen, dass sie das bald zurückzahlen.“