Union Nettetal daheim gegen die SpVg. Schonnebeck

Fußball-Oberliga : Union Nettetal vor wichtigen Wochen

Nach einem ziemlich gebrauchten September soll es für die Nettetaler Oberliga-Fußballer im Oktober wieder aufwärts gehen. Doch im ersten Spiel des Monats steht in Gestalt der SpVg. Schonnebeck gleich eine extrem hohe Hürde im Weg.

Unter der Woche hätte es durchaus zwei Themen aufzuarbeiten gegeben für die Oberliga-Fußballer von Union Nettetal. Zum einen war da die für den Aufsteiger schon vierte Niederlage in Folge gegen Monheim, zum anderen der überraschende Abschied von Offensivspieler Markus Keppeler aus dem Union-Kader wegen fehlender Perspektiven. Doch dass Trainer Andreas Schwan versichert, die Personalie Keppeler sei unter den Spielern kein Thema mehr gewesen, sondern viel mehr eine selbstkritische Aufarbeitung der Monheim-Partie habe im Fokus gestanden, spricht eine deutliche Sprache. Nach dem durchwachsenen Monat September wird den kommenden Wochen eine besondere Bedeutung beigemessen.

Verständlich, denn in der Meisterschaft geht es in Gestalt des VfB Hilden (14. 10.) und der TuRU aus Düsseldorf (21.10.) gegen Mannschaften, gegen die sich die Nettetaler auf Augenhöhe wähnen und dementsprechend Chancen auf die nächste Punkte sehen. Hinzu kommt nächste Woche Mittwoch das Achtelfinale im Niederrheinpokal beim Landesligisten Cronenberger SC. Bei einem möglichen Sieg würde in der nächsten Runde das ganz große Los winken. Doch bevor es so weit ist, stellt sich den Nettetalern noch mal eine ganz hohe Hürde in den Weg. Am Sonntag geht es im eigenen Stadion gegen die SpVg. Schonnebeck aus Essen, die in den beiden vergangenen Spielzeiten jeweils als Zweiter einmal hinter dem KFC Uerdingen und einmal hinter dem SV Straelen knapp am Aufstieg scheiterte. Und auch in der laufenden Saison befinden sich die Essener wieder in der Spitzengruppe, aktuell sind nur die Überflieger vom VfB Homberg enteilt.

„Trainer Dirk Tönnies ist schon lange dort und leistet richtig gute Arbeit“, sagt Union-Coach Andreas Schwan, der die Stärken der Gäste einerseits in ihrer physischen Präsenz sieht, andererseits aber auch die Offensivqualitäten lobt. So werden Dominik Enz, Marc Enger und Marius Müller im Kader alle unter der Rubrik Stürmer geführt, und alle drei können in fast allen Spielen auf lange Einsatzzeiten und zusammen zwölf erzielte Tore verweisen. „Natürlich ist Schonnebeck ein richtiges Kaliber. Doch um in die wichtigen Spiele danach mit einem guten Gefühl gehen zu können, wollen wir eine Reaktion zeigen und möglichst auch in dieser Partie etwas Zählbares holen“, betont Andreas Schwan. Und wie das gelingen kann, da hat der Nettetaler Trainer auch schon eine Idee. Als Erkenntnis aus den jüngsten Spielen, aber auch mit Blick auf die Stärken des Gegners, zieht er eine taktische Umstellung in Erwägung. In Anlehnung an die Partie gegen Meerbusch, die daheim unglücklich mit 0:1 verloren ging, soll durch eine Verstärkung des Mittelfelds wieder für mehr defensive Kompaktheit gesorgt werden. Gut möglich, dass diese Maßnahme auch Veränderungen in Sachen Personal mit sich bringt.

Jedenfalls nutzte Schwan das Testspiel am Tag der Deutschen Einheit bei der U19-Bundesligamannschaft von Borussia Mönchengladbach schon mal, um sowohl taktisch als auch personell zu experimentieren. So stand bei der Nettetaler 1:2-Niederlage etwa Max Pohlig erstmals nach seinem Syndesmosebandriss wieder 90 Minuten für die Erstvertretung auf dem Feld, machte seine Sache nicht nur wegen seines Tores gut und stellt somit wieder eine personelle Alternative dar. Außerdem kam erstmals der kürzlich verpflichtete Nico Drummer zum Einsatz. Und weitere Spieler, die bislang nicht so viel Spielzeit hatten, bekamen ihre Chance. „Das war ein gelungener Test für beide Teams. Wir haben vereinbart, ihn im Frühjahr zu wiederholen“, erklärt Andreas Schwan.

Doch nun gilt es zunächst, die jüngsten Erkenntnisse so umzusetzen, dass nach einer guten Leistungen wie etwa gegen die SSVg. Velbert oder den TSV Meerbusch gegen einen weiteren starken Gegner am Ende nicht wieder eine unglückliche Niederlage steht. Doch die eher schwache Vorstellung in Monheim vorigen Sonntag hatte offenbar positive Effekte. „Die Jungs haben von sich aus Dinge angesprochen, die wir verbessern müssen und haben betont, dass wir noch enger zusammenrücken müssen“, erklärt Schwan. Gute Voraussetzungen schon mal, damit der Oktober erfolgreicher als der September wird.

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