Fußball : Ein Derby im Niemandsland

Die TSF Bracht und Rhenania Hinsbeck stecken im Niemandsland der Bezirksliga-Tabelle fest. Für die letzten sechs Saisonspiele stehen die Trainer vor der Aufgabe, die Motivation der Spieler hochzuhalten.

Während Brachts Trainer Poetters noch Plätze in der Tabelle gut machen möchte, ist sein Kollege Tom Neber bereits jetzt mit dem Abschneiden seiner Mannschaft zufrieden.

Hinsbeck ganz locker nach Bracht

Hinsbeck hat sich mit den letzten beiden Siegen endgültig aus der Abstiegsregion verabschiedet und überraschend schnell auf den siebten Rang vorgeschoben. Damit können die Rhenanen im Derby bei den TSF Bracht ohne Druck angehen und locker aufspielen. "Auch wenn wir das Spiel locker angehen können, wollen wir auch in Bracht wieder einen Sieg landen", sagt Hinsbecks Trainer mit Blick auf das Derby.

"Solche Spiele haben ohnehin ihre eigenen Regeln. Die Jungs kennen sich untereinander und das sollte zusätzlich motivieren." Zudem möchte sich die Rhenania für die knappe Niederlage aus der Vorsaison revanchieren und die Punkte aus Bracht mitnehmen.

Bei den TSF ist zuletzt bei der DJK/VfL Tönisberg der leichte Aufwärtstrend gestoppt worden. Nach sieben Punkten aus drei Spielen setzte es in Willich wieder eine Niederlage. Doch Trainer Stefan Poetters ist für das Spiel am Sonntag optimistisch: "Wir haben zuletzt gezeigt, dass wir gegen jeden Gegner der Liga mithalten können, wenn alle Spieler fit sind", berichtet Poetters, der wahrscheinlich nur auf Stürmer Matthias Bielmeier verzichten werden muss.

Das Ziel der Brachter bleibt der siebte Tabellenplatz, den zurzeit die Rhenanen innehaben. "Daher ist die Partie am Sonntag schon wichtig für uns. Und wer weiß, viel-leicht können wir ja noch den SC Waldniel einholen und doch noch unseren sechsten Platz aus dem Vorjahr wiederholen", sagt Poetter, der mit seiner Mannschaft sieben Punkte hinter dem SC liegt.

"Vor der Saison war der zehnte Platz das Ziel. Wenn wir diesen erreichen, bin ich schon sehr zufrieden. Aber als Fußballer möchte man doch eigentlich jedes Spiel gewinnen", sagt Rhenanias Trainer Neber, der beim Duell mit den TSF Bracht auf Konstantin Georgiadis und Christian Debecker wird verzichten müssen.

Spitzenreiter unter Druck

Während die Partie zwischen den "Dohlen" und den "Bergdörflern" dank des Derbycharakters Spannung garantiert, stehen die beiden Spitzenreiter aus Amern und Süchteln weiterhin kräftig unter Druck. Die VSF Amern verfolgen Tabellenführer SuS Krefeld und haben mit dem OSV Meerbusch eine Pflichtaufgabe vor der Brust.

In der Gruppe 3 erwartet der ASV Süchteln mit der SG Kaarst ebenfalls eine machbare Aufgabe. Für die Kicker von Trainer Axel Malchow ist ebenfalls ein Sieg Pflicht, um Verfolger Nievenheim auf Distanz zu halten.

(RP)