Fußball: Das Restprogramm der Grenzland-Teams

Fußball : Das Restprogramm der Grenzland-Teams

In der Fußball-Landesliga herrscht sowohl an der Tabellenspitze als auch im Keller Hochspannung - mit Beteiligung heimischer Teams. Fortuna Düsseldorf II könnte Einfluss auf ihr Schicksal nehmen.

Die jüngsten Ergebnisse in der Fußball-Landesliga haben dafür gesorgt, dass die Spannung in Sachen Auf- und Abstiegskampf noch mal zugenommen hat - und mittendrin sind gleich drei der vier Vertreter aus dem Grenzland. Deswegen werfen wir mal einen Blick auf das Restprogramm der heimischen Teams und die Rahmenbedingungen für die letzten fünf Spieltage.

Was die Rahmenbedingungen anbelangt, gibt es nämlich im Vergleich zu Anfang des Monats eine entscheidende Veränderung. Inzwischen ist es in der Regionalliga gar nicht mehr so unwahrscheinlich, dass Fortuna Düsseldorf II absteigt. Der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, den aktuell der Bonner SC einnimmt, beträgt nur noch einen Punkt - und die Bonner sind gegenüber Fortuna noch drei Spiele im Rückstand. Kommen die Düsseldorfer tatsächlich in die Oberliga herunter, gibt es dort einen Platz weniger für Landesliga-Teams vom Niederrhein, es würden also nur die beiden Erstplatzierten beider FVN-Staffeln aufsteigen - das Entscheidungsspiel der beiden Drittplatzierten entfiele. Sollte Union Nettetal den nach der Niederlage gegen Meerbusch auf einen Punkt geschrumpften Vorsprung auf Verfolger SC Velbert nicht verteidigen, gäbe es keine Aufstiegschancen mehr. Nur vier Aufsteiger würden aber auch zur Folge haben, dass ein Team mehr aus jeder Gruppe direkt absteigen muss. Also Platz 15 bis 18 gingen in die Bezirksliga, der 14. dürfte mit den sechs Bezirksliga-Vizemeistern noch um vier Landesliga-Plätze spielen. Nach aktuellem Stand müsste dann der 1. FC Viersen absteigen, und die VSF Amern dürften noch auf die Relegationsspiele hoffen.

Union Nettetal Nach dem 0:0 auf eigenem Platz gegen Verfolger Velbert sah es noch gut aus für die Nettetaler im Rennen um Platz zwei, weil der Vorsprung da noch sieben Punkte betrug. Doch nach inzwischen zwei Niederlagen (Heiligenhaus, Meerbusch) liegt das Team von Andreas Schwan nur noch einen Zähler vor den Velbertern, die jetzt wahrscheinlich wieder ihre Chance wittern. Für Union kommt es also darauf an, sich in den letzten fünf Spielen möglichst keinen Ausrutscher mehr zu leisten. Das Restprogramm: VfL Jüchen/Garzweiler (9. Platz, H), Rather SV (4., A), ASV Süchteln (10., H), 1. FC Mönchengladbach (6., A), MSV Düsseldorf (8., H). Die größte Herausforderung dürfte dabei der Rather SV sein, der eine extrem starke Rückrunde spielt und im Jahr 2018 erst ein Punktspiel verloren hat - 1:2 in Velbert. Die Velberter haben kein solches Kaliber mehr unter den restlichen Gegnern, sie treffen aber in den letzten drei Partien der Spielzeit auf Gegner, bei denen der Abstiegskampf eventuell noch mal ungeahnte Kräfte freisetzen könnte (Benrath, Remscheid, Meerbusch II).

VSF Amern Weil unten kräftig gepunktet wurde, bei einigen Teams aus dem Mittelfeld aber nicht mehr, fängt die Zone der massiv abstiegsgefährdeten Teams jetzt bei Rang zwölf (VdS Nievenheim) an. Den Zwölften und den 17. (Meerbusch II) trennen nur drei Punkte. Die Amerner haben wie Nievenheim 29 Zähler auf der Habenseite, müssen also dringend noch punkten, um nächstes Jahr sicher Landesliga spielen zu können. Das besondere am Restprogramm der Schwalmtaler ist, dass es noch gegen drei direkte Konkurrenten aus der Abstiegszone geht: SC Kapellen (5. Platz, A), SpVg. Odenkirchen (7., H), 1. FC Viersen (16., A), VdS Nievenheim (12., H), ASV Mettmann (15., A).

1. FC Viersen Der jüngste 5:0-Sieg in Benrath hat die Zuversicht bei den Viersenern gesteigert, am Ende über dem Strich zu stehen. Jetzt gilt es allerdings, in den nächsten drei Partien gegen die direkten Konkurrenten FC Remscheid (13., H), TSV Meerbusch II (17., A) und VSF Amern (14., H) nachzulegen. Danach geht es noch gegen den SC Kapellen (5., A) und die SpVg. Odenkirchen (7., H), für die es beide im gesicherten Mittelfeld um nichts mehr geht.

ASV Süchteln Die Süchtelner stehen aktuell bei 38 Punkten, sie sind also rein rechnerisch auch noch nicht auf der sicheren Seite. Um auch noch die letzten Zweifel zu beseitigen, sollte die Mannschaft von Trainer Heinrich Losing noch einen Sieg einfahren. Das Restprogramm hat es in sich: SSVg. Heiligenhaus (11., A), TSV Meerbusch (1., H), Union Nettetal (2., A), Rather SV (4., H), VfL Jüchen/Garzweiler (9., A).

(RP)