Fußball: Innenverteidiger entdeckt seine Torjäger-Qualitäten

Fußball : Innenverteidiger entdeckt seine Torjäger-Qualitäten

Volkan Akyil köpfte gegen Benrath zwei immens wichtige Treffer für den 1. FC Viersen im Abstiegskampf der Fußball-Landesliga.

VIERSEN Als Torjäger ist Volkan Akyil eigentlich nicht gerade bekannt. Der großgewachsene Fußballer des Landesligisten 1. FC Viersen soll als Innenverteidiger eher dafür sorgen, Gegentore zu verhindern. Dies ist ihm mit seinen Teamkollegen beim wichtigen 5:0-Auswärtssieg gegen den VfL Benrath gelungen. Was Akyil aber auch gelungen ist, das sind seine ersten beiden Tore im Seniorenbereich. Beide nach Eckbällen, und beide per Kopf.

"Mich hat es sehr gefreut, dass ich meine ersten Tore gemacht habe. Noch mehr hat es mich aber für das Team gefreut", sagt der 20-Jährige. Die beiden Treffer, die er innerhalb von nur zehn Minuten erzielte, waren für die Viersener von großer Bedeutung, denn sie sollten den am Ende deutlichen Sieg des 1. FC einleiten. "Beide Innenverteidiger sollen bei Ecken immer mit nach vorne gehen. Der Trainer gibt uns dann die Anweisung, dass einer am zweiten Pfosten stehen soll. Und diesmal stand ich da", erklärt. Beim 1:0 in der elften Minute köpfte er noch unbedrängt ein, wenig später sah dies etwas anders aus. Denn bei der Ecke zum 2:0 wurde Akyil diesmal von einem Gegenspieler gedeckt, setzte sich aber trotzdem durch und machte seinen Doppelpack perfekt (21.). "Das waren aber auch super Bälle von Petar", sagt Akyil in Richtung Mitspieler Petar Popovic, der sich mal wieder als Vorlagengeber auszeichnen konnte.

Seit der Saison 2016/17 spielt Akyil für den 1. FC Viersen. Ausgebildet wurde der junge Fußballer in Jugend-Mannschaften von Rhenania Hinsbeck, SuS Schaag, Union Nettetal - wo er bei den C-Junioren unter dem heutigen Landesliga-Trainer Andreas Schwan spielte - und KFC Uerdingen, ehe er ein Angebot der Viersener erhielt.

Bereut hat Volkan Akyil, der eine Ausbildung zum Werkzeugmechaniker macht und in Lobberich lebt, diese Entscheidung nicht. Er fühlt sich nämlich trotz der sportlich schwierigen Situation am Hohen Busch pudelwohl. Da macht es ihm auch nichts aus, dass er wie in der vorherigen Saison mit seinem Team erneut gegen den Abstieg spielen muss. "Natürlich ist das nicht so eine schöne Situation", meint Akyil. "Ich sehe es aber positiv, dass wir bisher immer wieder aufgestanden sind." Wie schon am Sonntag in Benrath, als der 1. FC eine passende Antwort auf zuletzt vier Niederlagen in Folge gab. Auch dank Volkan Akyil, der sicher nichts dagegen hätte, wenn er in den letzten Saisonspielen den Viersenern mit weiteren Treffern zum Klassenerhalt verhelfen könnte.

(vdb)
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