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Niederkrüchten/Schwalmtal: Neue Laubbäume für den Grenzwald

Klimaschutz mit jungen Bäumen : Neue Laubbäume für den Grenzwald

Wie sich die Forstbetriebsgemeinschaft Niederkrüchten-Schwalmtal in ihrem Gebiet für den Klimaschutz einsetzt und Ausfälle ausgleicht.

Die Forstbetriebsgemeinschaft Niederkrüchten-Schwalmtal hat 30.600 Bäume gepflanzt. „Laubbäume kommen mit der Klimaveränderung besser klar“, sagt Johanna Schulwitz vom Regionalforstamt Niederrhein/Wald und Holz NRW. Landesweit müssten 60.000 Hektar aufgeforstet werden, um die Ausfälle auszugleichen. Im Gebiet der Forstbetriebsgemeinschaft wurden 14.350 Roteichen, 10.850 Stieleichen, 2300 Rotbuchen, 800 Vogelkirschen, 700 Hainbuchen, 300 Wildäpfel, 400 Sträucher und 900 europäische Lärchen als Mischung mit der Roteiche gepflanzt. Damit wurden bei sieben Waldbesitzern etwa 8,7 Hektar wieder aufgeforstet.

„In den 90er-Jahren wurde schon begonnen, Laubbäume zu pflanzen. So können wir schauen, wie sich diese Baumart entwickelt“, so Schulwitz. Die Roteiche etwa komme mit der Trockenheit am besten klar, sie werde aber nicht im großen Stil gepflanzt. Damit Waldbesitzer Laubbäume pflanzen, gibt es eine Förderung vom Land NRW mit Festbeträgen für die Eigentümer. Aufgeforstete Flächen werden eingezäunt, um die jungen Bäume vor Wildbiss zu schützen. Diese Kosten trägt der Waldbesitzer. „Wir haben einen zu hohen Wildbestand. Ohne Zaun könnte es zu einem Totalausfall kommen“, sagt Hans-Peter Siegers, Vorsitzender der Forstbetriebsgemeinschaft. Sie will den Wald als Allgemeingut bewahren. „Der Grenzwald ist ein Klimapuffer für umliegende Gemeinden. Der Wald hat für die Bewohner und die anliegenden Landwirte eine klimaregulierende Wirkung“, sagt er. Nun sei regelmäßig Regen nötig, damit die jungen Bäume gut anwachsen.

(bigi)