Feuerwehr Viersen befreit jagdlustigen Dackel aus Nutriabau

Rettungsaktion an der Niers : Feuerwehr befreit jagdlustigen Dackel aus Nutriabau

Dachshund Dobby steckte an der Niers in einem Nutriabau fest. Die Feuerwehr kam mit Kettensäge und Trennschleifer.

Seine ausgeprägte Jagdlust wäre Dackel Dobby (zwei Jahre) am Montag fast zum Verhängnis geworden. Er hatte es an der Niers auf ein Nutria abgesehen und verfolgte es bis zu dessen Bau. Doch dann gab es für den Dachshund kein Zurück mehr. Seine Besitzerin sah ihn nur noch im dichten Gestrüpp verschwinden.

Das harte Dornengebüsch, ein Zaun und das nahe Wasser des Baggerslochs verhinderten eine Rettung. Auch mit Hilfe von zwei Freunden bemühte sich die Frau über anderthalb Stunden vergeblich, ihren Hund zu befreien. Doch vergeblich. Da konnte nur die Feuerwehr helfen.

Um 19.50 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert: Acht Wehrleute von der Hauptwache rückten mit drei Fahrzeugen an, um den Dackel zu retten. „Der Hund unterstützte durch dauerndes Winseln die Geräuschpeilung“, erklärt Stadtsprecher Frank Schilffke.   Mit Kettensäge, Trennschleifer und anderem Handwerkszeug schlugen die Wehrleute eine Schneise zu dem Nutriabau, aus dem der Hund sich immer wieder meldete.

Dann ging alles sehr schnell: Ein beherzter Griff mit dem langen Arm – und der schwarze Dackel sah wieder das Tageslicht. Seine Beute, die er die ganze Zeit über bewacht hatte, nutzte die günstige  Gelegenheit zur Flucht und schwamm weg.  Knapp eine Stunde nach dem Eintreffen der Feuerwehr konnte die Besitzerin aufatmen und ihren Dobby wieder glücklich in die Arme schließen.

 Zur Unterstützung der Rettungsarbeiten und zur Besetzung der Feuerwache waren die Löschgruppen Stadtmitte und Rahser des Löschzugs Viersens ausgerückt. Außerdem wurden Kräfte des Ortsverband Viersen vom Technischen Hilfswerk (THW) um Unterstützung gebeten. Das THW hätte auch noch mit einem Endoskop und einem Radlader helfen können. Doch das war dank der überraschend raschen Rettung nicht mehr nötig.

(busch-)
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