Daniel Schrörs mit drei Toren für den TSV Boisheim gegen den FC Lobberich-Dyck

Spieler des Tages : Die sportliche Heimat in Boisheim gefunden

Daniel Schrörs traf für die B-Liga-Fußballer des TSV gegen den FC Lobberich-Dyck gleich dreimal.

Der TSV Boisheim ist nach dem Umbruch im Sommer gut in die neue Saison gestartet. Mit sechs Zählern aus drei Partien rangiert der Fußball-B-Ligist auf Platz drei. Eine der Säulen des Teams ist Daniel Schrörs, der am Sonntag drei Treffer und einen Assist zum letztlich ungefährdeten 9:0-Erfolg über Aufsteiger FC Lobberich-Dyck beisteuerte. Am Mittwoch empfängt der TSV nun Spitzenreiter SC Niederkrüchten.

„Danach werden wir wissen, wo die Reise hingeht“, sagt Schrörs, für den Niederkrüchten neben SuS Schaag der heißeste Aufstiegsaspirant ist. In diese Riege gehörten nach dem Abstieg aus der Kreisliga A im Jahre 2015 stets auch die Boisheimer, verpassten die Rückkehr aber immer wieder. Mit Platz acht am Ende der vorigen Saison war der Tiefpunkt erreicht, die Verantwortlichen mussten handeln – und taten es. Zwar verließen wichtige Spieler den Verein, doch allen voran die Neuzugänge vom Dülkener FC konnten sich sehen lassen. „Die Unruhen innerhalb der Mannschaft sind Geschichte“, verrät Schrörs. „Charakterlich und menschlich haben wir jetzt eine klasse Truppe zusammen.“

Zwar offenbarte das neue Team gerade im Eröffnungsspiel (2:4 nach 2:0-Führung in Schaag) noch Schwächen, doch das ist in den Augen des 30-Jährigen normal: „Wir mussten uns erst einmal finden. Hierbei war es extrem wichtig, dass wir in John Hesen einen extrem erfahrenen Trainer verpflichten konnten.“ Doch trotz der Euphorie, die momentan an der Brüggener Straße herrscht, wurden die Zielsetzungen zurückgeschraubt: „Den Aufstieg haben wir gar nicht auf dem Schirm. Wir wollen den Zuschauern guten Fußball bieten und möglichst oben mitspielen. Am Ende sehen wir dann, wo wir landen.“

Schrörs, der zuvor sowohl in Bracht als auch in Brüggen spielte, scheint in Boisheim seine sportliche Heimat gefunden zu haben. Es ist die dritte Saison in Folge, in der er seine Schuhe für den TSV schnürt – und geht es nach ihm, ist das auch seine letzte Station. „Aus eigenem Willen werde ich nicht mehr wechseln. Ich wohne fünf Minuten vom Platz entfernt und fühle mich hier absolut wohl“, erklärt er. Schrörs hofft, nun auch die gesamte Saison spielen zu können, nachdem er in den ersten beiden Jahren nach seiner Rückkehr jeweils für einen langen Zeitraum verletzt ausgefallen war. Und wer weiß, vielleicht gelingt dem TSV dann mit seinen Toren doch der ganz große Coup.

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