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Rheinberg: Schule soll Sozialzentrum werden

Antrag der Sozialdemokraten : Ehemalige Förderschule in Rheinberg soll Sozialzentrum werden

Die SPD hat konkrete Pläne für das ungenutzte Gebäude an der Kurfürstenstraße. Nach einem Umbau könnte man dort unterschiedlichste Angebote nutzen.

Die SPD möchte die ehemalige Maria-Montessori-Schule an der Kurfürstenstraße zu einem Sozialzentrum für Rheinberg umbauen. „Platz ist genug da, die Bausubstanz ist gut und es gibt Bedarf“, sagt Ratsherr und Ortsvereinsvorsitzender Peter Tullius. „Uns schwebt eine Anlaufstelle für unterschiedlichste Nutzer vor. Beratungsstellen, Sportangebote, eine Seniorenbegegnungsstätte – alles das könnte man dort unterbringen.“ Einen entsprechenden Antrag hat die SPD jetzt eingereicht.

Die Volkshochschule führe dort bereits Kurse durch, es gibt eine kleine Turnhalle, und auch eine Küche steht zur Verfügung. „Aber natürlich muss das Gebäude umgebaut werden“, unterstreicht Fraktionsvorsitzender Philipp Richter. „Es muss ja barrierefrei sein.“

Bereits vor zwei Jahren habe der Rat der Verwaltung den Auftrag erteilt, „konkrete Planungen für die Realisierung eines Umbaus der Schule für soziale Belange aufzunehmen“ und sich um mögliche Fördermittel zu bemühen. Dabei sollte mit dem Unternehmen „Partnerschaft Deutschland“ zusammengearbeitet werden. Bisher sei aber nichts erkennbar passiert.

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Nach dem Abriss der Altentagesstätte in den Wallanlagen an der Gelderstraße/Bahnhofstraße trafen sich die Senioren übergangsweise im Gemeindehaus der evangelischen Kirche an der Rheinstraße. Mittlerweile hat die Gemeinde das Gros ihrer Aktivitäten ins Haus der Generationen am Annaberg verlegt. Damit entfalle ein beliebtes Angebot für Senioren in der Innenstadt. Auch der Seniorenbeirat, der künftige Schwerbehindertenbeirat die Leader-Nachbarschaftsberatung und die trägerunabhängige Pflegeberatung wären gut an einer zentralen Stelle untergebracht.

Ein zentraler Ort für Austausch, Bildung und Begegnung könnte laut SPD entstehen, der von Wohlfahrtsverbänden, Vereinen, Selbsthilfegruppen, Initiativen, Beiräten oder der Verwaltung zu nutzen wäre. Damit würden die Bündelung und Vernetzung der Akteure vor Ort gestärkt zum Wohle der Menschen in Rheinberg, argumentieren die Sozialdemokraten.

In einem anderen Antrag der SPD geht es um eine Sozialraumanalyse. Sie sollte mit unterstützender Beratung der landeseigenen Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung mbH (G.I.B.) durchgeführt werden, denn diese Gesellschaft verlangt von Kommunen kein Geld.

„Wir sind der Meinung, dass in den Ortsteilen mehr passieren muss“, sagte Peter Tullius. „Deshalb hätten wir gerne Klarheit darüber, welcher Bedarf an Angeboten in den Ortsteilen besteht und wie man diese Angebote schaffen kann. Es geht um Beratungsangebote, die Ärzteversorgung oder Kita-Plätze. Wir wissen momentan nicht so richtig, woran es in den Ortsteilen fehlt.“