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Rheinberg: Eltern kämpfen für den Erhalt eines Spielplatzes in Millingen

Unterschriften gesammelt : Eltern wollen Spielplatz in Millingen retten

Der Spielplatz an der Kantstraße in Millingen steht auf der Streichliste. Aber Eltern kämpfen für dessen Erhalt. Ein Vater übergab Rheinbergs Bürgermeister Dietmar Heyde nun 221 Unterschriften.

Vor fünf Jahren hat der Rat den Spielflächenbedarfsplan für die Stadt Rheinberg beschlossen. Und da findet sich der Spielplatz an der Kantstraße in Millingen in der Kategorie „Schließung“. Dass das mit der Umsetzung immer ein wenig dauert, dürfte durchaus im Sinne der Eltern sein, die das üppige Gelände mit ihren Zöglingen gerne nutzen. Aber auf die Zeit allein mögen sie sich nicht länger verlassen. Sie wollen das Gelände von der Schließungsliste streichen und fordern die Stadt zudem auf, es wieder aufzuwerten. Ihre Forderungen untermauern die Millinger Eltern mit einer Liste, die 221 Leute unterschrieben haben und die Vater Thomas Küster (37) in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses Bürgermeister Dietmar Heyde überreicht hat.

Der seinerzeit angenommene demografische Wandel sei in Millingen ausgeblieben, argumentierte der 37-jährige Vater von zwei Kindern. Im Gegenteil. Leer stehende Häuser kämen in Millingen nicht vor, es seien immer mehr junge Familien nachgekommen. Der Bedarf nach attraktiven Spielmöglichkeiten vor der Haustür sei erkennbar. Leider habe die Stadt Rheinberg das rund 3000 Quadratmeter große Gelände in den zurückliegenden Jahren stiefmütterlich behandelt. Geräte zum Spielen seien immer weiter zurückbaut worden. Das Gelände biete „ein trostloses Bild“. Trotzdem werde das, was noch steht, gut und gerne genutzt. Gleichzeitig wachse der Wunsch nach Verbesserungen, sodass hier wieder ein Wohlfühlplatz entsteht.

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Küster richtete seinen Appell an die Verantwortlichen im Stadthaus, den tatsächlichen Bedarf im Umfeld des Spielgeländes an der Kantstraße neu zu ermitteln. Dann komme man, davon ist er überzeugt, zu einer völlig neuen Bewertung der Lage, „weil viele neue Nachbarn mit Kindern zugezogen sind“. 

Das letzte Wort scheint noch nicht gesprochen. Sozialdezernentin Iris Itgenshorst kündigte an, dass bis zum Jahresende der Spielflächenbedarfsplan überarbeitet werde. Schnelleres Handeln lasse die akute Personalnot in der Verwaltung nicht zu. Bei der Prüfung werde genau geschaut, „wo welche Kinder wohnen“. Danach komme man möglicherweise zu einer anderen Bewertung. „Wir drücken die Daumen“, sagte Ausschussvorsitzender Friedhelm Kung (SPD). „Wir werden das weiter beobachten.“

(bp)