1. NRW
  2. Städte
  3. Rheinberg

Experte zu Budberger Wald: Nicht alle Bäume müssten gefällt werden

Experte zu Baumfällungen in Budberg : „Nicht alle Bäume müssten gefällt werden“

Gut 20 Interessierte nahmen am Samstag an einer Führung durch den Budberger Wald teil, die Waldeigentümer Roderich Freiherr von Loë angeboten hatte.

Roderich Freiherr von Loë fällt im Bereich Wolfskuhlenallee/Vierbaumer Weg eine Reihe von Bäumen und wollte öffentlich erklären, warum dies erforderlich ist (wir berichteten). Unter den Teilnehmern am Samstag war auch Gernot Fischer. Er ist Baumsachverständiger und engagiert sich als Privatmann in der Bürgerinitiative „Der Baerler Busch ist bedroht“.

Fischer sagt, aus wirtschaftlichen Erwägungen heraus könne er nachvollziehen, dass Freiherr von Loë Bäume, darunter auch alte Buchen, fällen lasse: „Er ist als Eigentümer verkehrssicherungspflichtig.“ Den Buchen gehe es nach drei heißen und trockenen Sommern grundsätzlich nicht gut. Man müsse seiner Auffassung nach allerdings keinesfalls alle Bäume fällen, nur weil sie zum Beispiel Totholz in den Kronen gebildet haben, das heruterzustürzen drohe. Gernot Fischer: „Man kann es auch von einem Hubsteiger aus herausnehmen. Dann sind diese Bäume sicher und können stehen bleiben. Allerdings muss der Eigentümer diese Pflegearbeiten wohl Jahr für Jahr machen lassen. Und das kostet eine Menge Geld.“ Bei Stadtbäumen würde man so verfahren, im Wald nicht unbedingt. Wenn man die Bäume aber auch im Wald erhalten möchte, müsse man eine Lösung suchen. Die Kommune könnte sich beispielsweise um einen finanziellen Ausgleich bemühen und das Gespräch mit dem Waldeigentümer suchen, so der Baumsachverständige.

Seit Montag, 1. März, und voraussichtlich bis zum 13. März sind die Wolfskuhlenallee und ein Stück des Vierbaumer Wegs in Budberg komplett gesperrt, weil dort Bäume gefällt werden. Roderich Freiherr von Loë hatte darauf verwiesen, dass dies im Sinne der Sicherheit unumgänglich sei.