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Immer häufiger müssen Bäume auch in Radevormwald gefällt werden

Stadtverwaltung Radevormwald : Oft müssen Bäume gefällt werden

Auch Privateigentümer melden der Stadtverwaltung vermehrt Gefahrenbäume. Ob ein Baum gefällt oder die Verkehrssicherheit durch Schnittmaßnahmen wiederhergestellt wird, muss immer im Einzelfall begutachtet und entschieden werden.

Ein vertrautes Geräusch in Gärten und im Wald: Wenn die Säge kreist, müssen meist Bäume weichen. Immer öfter werden in diesen Tagen auch den verantwortlichen Stellen bei der Stadtverwaltung Gefahrenbäume gemeldet, heißt es in einer Mitteilung von Burkhard Klein Leiter des Bauverwaltungsamtes, und der Umweltbeauftragten der Stadt, Regina Hildebrandt. Ob ein Baum gefällt oder die Verkehrssicherheit durch Schnittmaßnahmen wiederhergestellt wird, müsse immer im Einzelfall begutachtet und entschieden werden. Die Fällung eines Baumes „auf Verdacht“ soll es nicht geben, häufig helfe aber leider nur noch die Säge, teilt die Stadt mit.

Geschädigte Bäume hätten in ihrem langen Leben schon viel überstanden: mehrere Hitzesommer mit Wassermangel, Borkenkäferfraß, Sonnenbrand und Pilzerkrankungen. „Dann kommen, wie vor gut einer Woche, Frost und Schneelast dazu. Sie lassen Äste und Kronenteile knicken. Oder der geschwächte Baum fällt gleich ganz um“, berichtet Regina Hildebrandt. Das sei vor allem dann gefährlich, wenn solch ein Baum an einem Waldweg oder einer Straße stehe. Werde ein Gefahrenbaum gemeldet, müsse er von der Stadtverwaltung kontrolliert werden.

  Solche Schilder wird der Betriebshof am Uelfebad aufstellen.
Solche Schilder wird der Betriebshof am Uelfebad aufstellen. Foto: Stadt Radevormwald

Als Beispiel nennt die Umweltbeauftragte derzeit den Zustand rund ums Uelfebad. „Eine Birke ist bereits ins Wasser gestürzt. Eine Erle direkt neben der Brücke ist abgestorben und droht zu kippen. Und direkt neben dem Wanderweg gab es eine angeknackste Baumkrone“, berichtet sie. An dieser Stelle sei eine besondere Gefahr zu erkennen. Sie sei aber bereits mit Hilfe eines Seilkletterers behoben worden. Bei weiteren Bäumen entlang des Uferwegs muss noch Totholz aus den Kronen entfernt werden.

Was für Bäume auf einem städtischen Gelände gilt, trifft natürlich auch für die Bäume privater Eigentümer zu. Auch dort werden vermehrt Gefahrenbäume gemeldet, für die dann eine Fällgenehmigung beantragt wird. Diese „Privatpatienten“ sollten, wie die kommunalen, immer auch fachmännisch begutachtet werden, rät Regina Hildebrandt. Da jeder gefällte Baum ein Verlust für die städtische Natur sei, sollten Bäume möglichst gut versorgt werden. Das bedeute zum Beispiel, es sollte nicht bis an den Stamm heran gepflastert werden. „Auch frühzeitiges Bewässern ist immer sehr wichtig. Für die Verkehrssicherheit eines Baumes reicht alle paar Jahre ein Pflegeschnitt“, erläutert die Umweltbeuftragte.